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Basische Vitalstoffe vermindern Schmerzen bei rheumatoider Arthritis

Schon lange ließen epidemiologische und experimentelle Daten vermuten, dass Patienten mit rheumatoider Arthritis an den Folgeerscheinungen einer durch falsche Ernährung verursachten latenten Azidose leiden. Wie Prof. Dr. Jürgen Vormann vom Institut für Prävention und Ernährung, Ismaning, berichtete, zeigt eine kürzlich vorgestellte Studie mit 37 Patienten mit rheumatoider Arthritis, dass eine basische Nahrungsergänzung über 12 Wochen nur in der Gruppe der supplementierten Patienten, nicht jedoch in der Kontrollgruppe zu folgenden Änderungen führte:

- Signifikante Abnahme des an einer visuellen Analogskala (VAS) gemessenen Schmerzempfindens (p<0,01) und der Erkrankungsaktivität (p<0,05).
- Signifikante Verbesserung der Beweglichkeit (p<0,01) und der Lebensqualität (p<0,05) und Einsparung bzw. Absetzen der üblichen NSAR-Medikation bei 6 von 19 Patienten.

Die rheumatoide Arthritis gehört zu den laut Deutscher Rheuma-Liga mehr als 450 Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, etwa 15% der Deutschen leiden unter rheumatischen Beschwerden. Durch die Entzündung, die bei rheumatischen Erkrankungen in den Gelenken abläuft, wird Säure gebildet, die die typischen Rheumaschmerzen mitverursacht. Dasselbe geschieht bei einer geringgradigen, metabolischen Azidose als Folge einer unausgewogenen Ernährung. Fehlen nämlich basenbildende Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Salat, steigen die Säurebelastung und damit die Schmerzwahrnehmung deutlich an.

Wie Professor Vormann im Juni 2005 auf den Veranstaltungen des Säure-Basen-Forums in Hamburg und München weiter ausführte, vermindern basische Vitalstoffe die latente Azidose und wirken sich dadurch positiv auf die Schmerzwahrnehmung und Lebensqualität bei Patienten mit rheumatoider Arthritis aus. Zugleich lässt sich das Nebenwirkungsrisiko durch eine Reduzierung der NSAR-Medikation senken.

Die Supplementierung mit basischen Vitalstoffen stellt daher einfache und sichere adjuvante Therapieoption bei rheumatischen Erkrankungen dar.


[Quelle: Czeus et al.: Alkaline mineral supplementation for patients with rheumatoid arthritis. Rheumatology 44:i79 (2005)]