Chinesische Pulsdiagnose

Die Pulsdiagnose stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Anhand von Pulsqualität, Pulsintensität und der Pulslokalisation kann der erfahrene Akupunkturtherapeut den Zustand bestimmter Organe bestimmen bzw. durch die topographische Zuordnung der Pulstastpunkte mit bestimmten Meridianen eine Über - oder Unterfunktion eines oder mehrerer Organe erkennen.

 


Je nach Tastintensität und Körperseite sind 2 verschiedene Ebenen lokalisierbar


Pulstastpunkte und deren Zuordnung:

  • Linke Hand, oberflächliche Pulstastung: Dünndarm, Gallenblase, Blasen Meridian
  • Linke Hand, tiefe Pulstastung: Herz, Leber, Nieren Meridian
  • Rechte Hand, oberflächliche Pulstastung: Dickdarm, Magen, Dreifacherwärmer Meridian
  • Rechte Hand, tiefe Pulstastung: Kreislauf, Milz-Pankreas, Lungen Meridian
  • Oberflächliche Tastung: Kein Druck
  • Tiefe Tastung: Leichter bis fester Druck.

Verschiedene Pulsqualitäten:

Leerer Puls, Voller Puls, Langer Puls, Kurzer Puls, Hohler Puls, Sanfter Puls, Schwacher Puls, Schneller Puls, Klopfender Puls


Technik der Pulstastung:

Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger werden beginnend an der ersten Handwurzelfalte nebeneinander auf die Arteria radialis gelegt.


Alle Unregelmäßigkeiten und Veränderungen sowie Pulsqualität und Intensität im entsprechenden Punktareal können auf Organschwäche oder Organfülle bzw. auf Über- oder Unterfunktion hinweisen und Aufschluß über das Yin / Yang Verhältnis geben.





Letzte Aktualisierung: 27. September 2010