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Allergien, erkennen, vorbeugen und behandeln

 
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Ekzeme, Quaddeln, Nesselfieber oder ein plötzlich auftretender Fieberschub sind klassische Zeichen einer Allergie.

Eine verstopfte Nase, Nebenhöhlenbeschwerden, Dauerschnupfen und tränende Augen können bei einer Erkältung auftreten. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, neben einen durch Pollen ausgelösten Heuschnupfen, eine Hausstaubmilben- oder Schimmelpilzallergie.

Bei Gelenk- oder Muskelbeschwerden denkt man an Rheuma. In vielen Fällen steckt aber hinter diesen Symptomen eine Nahrungsmittelallergie und die betroffenen Patienten werden oft jahrelang falsch behandelt. 

Sogar Depressionen,  Angstzustände, Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität können allergisch bedingt sein. Wichtig zu wissen, bevor man jahrelang Psychopharmaka verordnet bekommt und einnimmt. 

Kopfschmerzen, Migräne sogar Schwindel, Übelkeit oder Magen- Darmprobleme können sich als eine Allergie enttarnen und das selbst Herzrhythmusstörungen, ständige Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden allergisch bedingt sein können, daran denken Mediziner in den seltensten Fällen. 

Für immer mehr Menschen werden Arzneimittel, Nahrungsmittel, Tiere, Pflanzen oder sogar Licht und Luft zum Feind. Prominentes Beispiel war Hannelore Kohl, durch eine anfängliche Penicillin Allergie litt sie jahrelang an einer extremen Lichtempfindlichkeit die zum Suizid führte. 

Selbst wer heute noch gesund ist darf sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Allergien sind tickende Zeitbomben und kennen keine Altersgrenze. Dabei kann sich aus einem angeblich harmlosen Dauerschnupfen später ein schweres Asthmaleiden entwickeln.

Windeldermatitis oder Milchschorf, bei Säuglingen, können das Fundament zu einer ernsthaften schweren Erkrankung im Erwachsenenalter bilden.
 
 

Wie äußern sich Allergien?

Allergien äußern sich durch Symptome eines bestimmten Gewebes (z.B. der Nasenschleimhaut), eines Organs (z.B. der Lunge) oder des gesamten Organismus. Die allergische Reaktion kann sich auf einen einzelnen Bereich konzentrieren (z.B. Hautrötungen, Juckreiz, Schwellungen) oder aber auch Allgemeinsymptome hervorrufen (z.B. Atemnot, Fieber, Schock). 

Bei Allergien vom Soforttyp treten die Symptome in der Regel ziemlich rasch auf (nach wenigen Minuten bis ca. einer halben Stunde); oft genügen schon kleinste Mengen des Allergieauslösers. 
 

Was ist eine Allergie überhaupt? 

Eine Allergie ist eine erworbene Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf Stoffe des Lebensraumes. Der Reizstoff, der eine Allergie auslöst, wird Allergen genannt. 
Allergien unterscheidet man zum einen nach der Art wie das Allergen in den Körper gelangt (Kontakt-, Inhalations-, oder Lebensmittel-Allergie), zum anderen nach dem Auslöser/Allergen selbst (Tier-, Pflanzen-, Chemikalien-Allergie). Die häufigsten Allergieformen sind diejenigen vom Soforttyp (z.B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Nesselsucht) und die Kontaktallergien (z.B. Nickelallergie, Allergie auf Putzmittel u.a.). 
 

Das Immunsystem ist verantwortlich

Durch eine Vielzahl von äußeren Einflüssen (Abgase, Chemikalien, Stress etc.) wird unsere körperliche Abwehr heutzutage beeinträchtigt. Gerät das Immunsystem dadurch aus dem Gleichgewicht und liegt zusätzlich noch eine Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen vor, kann es zur Allergie kommen. Gegen im Grunde harmlose Umweltstoffe, wie z.B. Tierhaare oder Pollen, beginnt sich das Immunsystem zu wehren. Es kommt zu einer übermäßigen Immunreaktion, in deren Folge vermehrt Botenstoffe, u.a. das durchblutungsfördernde Histamin, abgegeben werden. Die Folgen: übermäßige Steigerung der Zellfunktion, Schwellungen, vermehrt tränende Augen, laufende Nase, Juckreiz etc. - eben die allergischen Reaktionen. Eine erbliche Komponente spielt bei Allergien oft ebenfalls eine Rolle. 
 

Allergien nicht unterschätzen 

Dass Allergien das Leben oft erschweren, wird jeder Allergiker am besten wissen. Verschiedene Jahreszeiten, Speisen, Umgebungen, Tiere oder Tätigkeiten können zu einer Last werden. 

Um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, sollten geeignete Vorbeugungs- und Therapiemaßnahmen ergriffen werden. Außerdem sollte alles getan werden, damit sich die Allergiesymptome nicht im Lauf der Jahre ausdehnen. Eine Nichtbehandlung könnte bedeutende Verschlimmerungen oder schwere Verlaufsformen wie z.B. Asthma bronchiale oder einen lebensgefährlichen Schock nach sich ziehen. 
 

Vorbeugung 

Bei Säuglingen kann durch längeres Stillen die Allergieneigung reduziert werden. Auch der frühzeitige Kontakt von Kleinkindern mit Krankheitserregern, die gewissermaßen das Immunsystem mit sinnvollen Aufgaben beschäftigen, scheint das Risiko für Allergien zu vermindern. 

Um der Allergie am besten vorzubeugen, sollte der Betroffene wissen, worauf er allergisch ist. Bei Kontaktallergien sollte der jeweilige Auslöser so gut wie möglich "umgangen" werden. Bei Pollenallergie empfiehlt sich, die Pollenflugmeldungen im Radio oder der Zeitung zu beachten, die Aktivitäten und Lüftungszeiten auf den Pollenflug abzustimmen, vor dem Schlafengehen zu duschen und getragene Kleidung nicht ins Schlafzimmer zu legen. Um Milbenbefall von Stofftieren zu reduzieren, legt man sie drei Tage in die Tiefkühltruhe und wäscht sie anschließend bei milder Temperatur aus. 

Dies sind natürlich nur einige Maßnahmen. Generell sollte man beachten: Allergievorbeugende Maßnahmen sollten die Lebensfreude nicht stärker beeinträchtigen als die Allergie selbst - das gilt besonders bei Kindern. 
 

Hilfe für Allergiker 

Allergiesymptome können recht zuverlässig mit Medikamenten, wie Antihistaminika oder Kortison, unterdrückt werden. Wegen eventuell auftretenden Nebenwirkungen lehnen viele Patienten diese allerdings ab oder setzen sie nur in bestimmten Situationen ein. 

Bei Heuschnupfen, Allergien im Bereich der oberen und unteren Atemwege oder Hautallergie helfen auch homöopathische Arzneimittel sehr gut. Auf natürliche Weise wirken sie bei Schleimhautschwellung, Kopfdruck, Niesen, Husten mit zähem Auswurf, wässriger Schleimproduktion, Juckreiz oder Hautrötungen. In einem Kombinationspräparat zusammengefasst oder auch als Einzelwirkstoff, können Homöopathika beispielsweise bereits vor und während der gesamten Heuschnupfen-Saison eingenommen werden, ohne dass Nebenwirkungen zu befürchten sind.

Ein Therapiekonzept zur ursächlichen Behandlung einer Allergie besteht in einer individuellen Umstimmungstherapie mit modifizierten Eigenblutinjektionen zur Immunmodulation, einer Herd- und Darmsanierung unter Ausschluss einer chronischen Intoxikation sowie in der Stärkung der Psychoimmunität. 

Eine begleitende Akupunkturtherapie ist z.B. bei Heuschnupfen, zur sofortigen Erleichterung der Beschwerden, sehr erfolgreich.
 

Bleiben Sie gesund.
 

Klaus J. Benner, HP


Letzte Aktualisierung: 27. September 2010