Impotenz durch Rauchen


Bluthochdruck und Zigaretten sind für eine 26 Mal höhere Impotenzrate bei Männern verantwortlich. Das haben US-amerikanische Forscher des Wake Forest University Baptist Medical Center in einer neuen Studie festgestellt. Rauchen wirke sowohl akut als auch chronisch Effekte auf die Erektion, sagt Studienleiter John Spangler.

Selbst bei ehemaligen Rauchern sei das Risiko noch immer elf Mal größer als bei Nichtrauchern. Der Zigarettenkonsum wirke sich auch negativ auf die Durchblutung des Penis aus. "Durch die Verhärtung von Arterien und die Verengung von Blutgefäßen in der Beckengegend kommt es zu einer Blutunterversorgung des Penis", erklärt Spangler.

Alle Patienten mit einer so genannten erektilen Dysfunktion sollten auf ihre Rauchgewohnheiten untersucht werden, empfiehlt der Wissenschaftler. Außerdem sollten Männer über die schwerwiegenden Folgen des Zigarettenkonsums informiert werden. "Erektile Dysfunktionen und Blutdruck stehen ohne Zweifel miteinander in Verbindung."

Ian Banks, Sprecher der British Medical Association (BMA) erklärte gegenüber BBC, dass bereits bekannt war, dass Rauchen und Bluthochdruck Auswirkungen auf die Potenz hätten. Neu sei hingegen die Dimension. "Die Botschaft ist eigentlich einfach: Aufhören mit den Zigaretten", sagte der Mediziner. Allein in Großbritannien gebe es rund 100.000 Männer zwischen 40 und 50, die aufgrund des Tabakkonsums impotent sind, vermuten Experten.

© LIFELINE 01.04.2004


Rauchen verursacht Impotenz

Auf diese kurze Formel bringen US-Wissenschaftler aus Orlando die Ergebnisse einer Untersuchung an 500 Paaren. Rauchende Männer leiden demzufolge deutlich öfter an Erektionsproblemen als ihre nichtqualmenden Impotenz durch RauchenGeschlechtsgenossen, berichtete die Landeszentrale für Gesundheitsbildung in Bayern jetzt über die US-Studie. Die Impotenz geht offenbar auf Gefäßveränderungen in den Arterien zurück. Das Rauchen verändere außerdem Zahl, Form und Anzahl der Spermien. Die Folgen des blauen Dunstes machen aber auch vor den Frauen nicht halt. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, liegt bei rauchenden Frauen um ein Drittel niedriger als bei Tabak-Abstinenzlerinnen. Das Rauchen senkt vermutlich den Östrogenspiegel und verändert die Gebärmutterschleimhaut, was die Beweglichkeit der Samenzellen beeinträchtigt.

(FRANKFURTER RUNDSCHAU, 17.7.93)


Raucher-Sperma

MÜNCHEN (ddp) Männer, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, schädigen möglicherweise ihre Spermien, so die Zeitschrift "Ärztliche Praxis". Eine Uni-Studie habe ergeben, daß Kinder von Vätern, die mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchten, doppelt so häufig an angeborenen Mißbildungen litten wie Kinder von Nichtrauchern. Außerdem erkrankten Kinder von stark rauchenden Vätern doppelt so häufig an Leukämie und Lymphknotenkrebs. 

(Braunschweiger Zeitung, 19.4.93)