Das System der Grundregulation


Das System der Grundregulation bildet nach Pischinger die Wechselwirkungen im Zelle-Milieu-System ab. Es ist Gegenstand aller Entzündungs- und Abwehrvorgänge und zuständig für die Lebensgrundlagenfunktionen. Anhaltende Störungen der Grundregulation behindern die genetisch programmierte Zellfunktion und haben daher Krankheitserscheinungen zur Folge. Das Grundregulationssystem ist Erklärungsmodell einer Vielzahl komplementärer Heilverfahren.

Seit den Forschungen von Prof. Pischinger und Kellner (Universität Wien) und Prof. Heine (Universität Witten-Herdecke) ist bekannt, dass nicht die Zelle der Ausgangspunkt von Krankheit ist, wie in der Virchow’sche Zellularpathologie postuliert, sondern der Extraxzellularraum, die *Extrazelluläre Matrix (das interstitielle *Bindegewebe, auch „Pischinger Raum“ genannt), in dem sich alle Wechselwirkungen im menschlichen Organismus abspielen.


Bindegewebe mit zellulären und extrazellulären Anteilen:

Ausschnitt aus dem Bindegewebe mit fixen und mobilen Zellen. Alle Strukturen werden von Grundsubstanz umgeben



 
1.    Plasmazelle  
2.    Elastische Faser   
3.    Mastzelle   
4.    Makrophage   
5.    Nervenfaser   
6.    Grundsubstanz   
7.    Kollagenfibrillen
8.    Neutrophiler Granulozyt
9.    Retikulinfasern
10.  Fibroblast
11.  Kapillare mit Endothelzellen
12.  Fettzelle




Es ist das größte den Organismus ganzheitlich durchziehende System. Hier findet die Ver- und Entsorgung der Zellen statt. Es reguliert also das ,,Zelle-Milieu-System“ und ist gleichzeitig Ort aller Entzündungs- und Abwehrvorgänge und damit aller Lebensgrundfunktionen.

Viele chronische Krankheiten und zahlreiche bösartigen Prozesse gelten auch schulmedizinisch als schwer behandelbar. Eine Therapie des Grundregulationssystems macht auch diese schwierigen Krankheitsbilder wieder einer Behandlung zugängig.


Litertatur

Das System der Grundregulation
von: Alfred Pischinger, Hartmut Heine
Karl F. Haug Fachbuchverlag





Bindegewebe

Das Bindegewebe ist ein dreidimensionales Netz, welches das Epithelgewebe und andere Gewebe stützt. Es besitzt normalerweise keine richtige Form und ist fast überall zwischen den Geweben, Organen und Gefäßen zu finden. Das Bindegewebe bildet das "Stroma" (Gerüst) aller Organe. Eine Ausnahme bilden die graue und weiße Substanz des zentralen Nervensystems, indem diese Aufgabe von den Gliazellen (die Neuroglia) übernommen wird.
 


Betrachtet man also sowohl die Größe des Bindegewebes als auch dessen umfassende Bedeutung für das Leben, wundert es einen kaum, dass das zusammenhängende und alles tragende Bindegewebe auch als "Grundsystem des Körpers" oder "System der Grundregulation" bezeichnet wird. Sämtliche grundlegenden, die Basis für das Funktionieren des Körpers nötigen Aufgaben werden dort durchgeführt und reguliert. Eine der allerwichtigsten Funktionen des Bindegewebes ist die Steuerung des Gleichgewichts zwischen Säuren und Basen.




Extrazelluläre Matrix

Die extrazelluläre Matrix (EZM) ist ein Sammelbegriff für alle Matrix-Komponenten im extrazellulären Raum aller Grundgewebstypen. Es handelt sich um Makromoleküle, die von Zellen sezerniert und im Extrazellulärraum durch Interaktion mit anderen Molekülen immobilisiert werden. Im Binde- und Stützgewebe ist der extrazelluläre Anteile am Gesamtvolumen relativ groß verglichen mit anderen Gewebstypen und daher die Funktionen der EZM auch entsprechend wichtig. Die Matrix des Binde- und Stützgewebes besteht grundsätzlich aus Fasern und Grundsubstanz:

Funktionen:
Alle Zellen (ausser Erythrozyten) treten aktiv in Beziehung zur umgebenden Extrazellulärmatrix (EZM). Dafür benutzen sie spezielle Bindungsstellen (EZM-Rezeptoren) an ihrer Zelloberfläche. Die Verbindung kommt entweder direkt durch Interaktion des Rezeptors mit bestimmten EZM-Komponenten oder durch Vermittlung zwischengeschalteter Adhäsionsproteine (z. Bsp. Fibronektin, Laminin und viele mehr) zustande. Die Zell-Matrix-Verbindungen dienen der mechanischen Verankerung der Zellen, sie haben darüber hinaus Einfluss auf zahlreiche Zellfunktionen wie Ernährung, Abwehr und Reparatur. Diese Zusammenhänge spielen in der Zellbiologie und Tumorbiologie eine wichtige Rolle.




   

Letzte Aktualisierung: 31. August 2006