Synonyme:
Essigbeere,
Sauerdorn
Schwach giftig!
Vergiftungserscheinungen treten bei
Einnahme von 0,5 g Berberin (entspricht ca. 4 g Droge) auf.
Eine Einnahme von mehr als 0,5 g Berberin (entspricht ca. 4 g Berberitzenwurzelrinde) kann zu Nasenbluten, Benommenheit und Atembeschwerden führen. Eine Reizung der Haut, Augen und Nieren sowie Magen- und Darmbeschwerden sind möglich. Hohe Dosen können nach starker Atemnot und unter Krämpfen zum tödlichen Atemstillstand führen. Keine Anwendung während Schwangerschaft
und Stillzeit!
Anwendung: In allen Pflanzenteilen sind die Isochinolinalkaloide Berberin und Berbamin enthalten, nur die reifen Früchte sind nahezu alkaloidfrei. Berberin und Berbamin zeigen eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien, Pilze und Protozoen (Einzeller). Volksmedizinisch werden die Wurzel, Wurzelrinde oder die Rinde bei Erkrankungen der Leber und Galle, des Magen- und Darmtraktes, der Niere und ableitenden Harnwege und als sog. „blutreinigendes“ Mittel verwendet. Die Früchte enthalten reichlich Pflanzensäuren,
ferner Anthocyane und Vitamin C. Zubereitungen als Mus oder Saft werden
volksmedizinisch bei Appetitlosigkeit, Verstopfung oder bei Lungen-, Leber-
und Milzleiden angewandt.
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