Berberitze
Berberis Vulgaris L.
Berberitzengewächse (Berberidaceae)
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Berberitze

Synonyme: Essigbeere, Sauerdorn
Die Berberitze wächst in Europa, Nordafrika sowie in Teilen von Amerika und Mittelasien.
 

Buchsblättrige Berberitze
Buchsblättrige Berberitze (Berberis Buxifolia); häufig in 
Gartenanlagen und Hecken;
 

Schwach giftig!
Die Berberitze ist ein sommergrüner, ca. 2 m hoch wachsender, dorniger Strauch. Die gelben Blüten sitzen in 5 bis 7 cm langen, hängenden Trauben. Beim Berühren der Staubblätter schnellen diese zum Stempel empor.
Die reifen Früchte sind fleischig, blutrot gefärbt, walzenförmig und von stark sauerem Geschmack. Es gibt aber auch zahlreiche Züchtungen als Gartenpflanze mit anderen Merkmalen (z.B. Pflanzen mit weißen Früchte oder dunkelroten Blättern). Vor allem die Blätter und die Rinde enthalten Alkaloide, die Vergiftungserscheinungen auslösen können. Die reifen Früchte dagegen sind nahezu alkaloidfrei und eignen sich zum Einkochen als Marmelade.

Vergiftungserscheinungen treten bei Einnahme von 0,5 g Berberin (entspricht ca. 4 g Droge) auf.
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Vergiftungserscheinungen: 

Eine Einnahme von mehr als 0,5 g Berberin (entspricht ca. 4 g Berberitzenwurzelrinde) kann zu Nasenbluten, Benommenheit und Atembeschwerden führen. Eine Reizung der Haut, Augen und Nieren sowie Magen- und Darmbeschwerden sind möglich. Hohe Dosen können nach starker Atemnot und unter Krämpfen zum tödlichen Atemstillstand führen. 

Keine Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit!
Nicht bei fieberhaften Nierenerkrankungen anwenden! 
 

Anwendung: 

In allen Pflanzenteilen sind die Isochinolinalkaloide Berberin und Berbamin enthalten, nur die reifen Früchte sind nahezu alkaloidfrei. Berberin und Berbamin zeigen eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien, Pilze und Protozoen (Einzeller). 

Volksmedizinisch werden die Wurzel, Wurzelrinde oder die Rinde bei Erkrankungen der Leber und Galle, des Magen- und Darmtraktes, der Niere und ableitenden Harnwege und als sog. „blutreinigendes“ Mittel verwendet. 

Die Früchte enthalten reichlich Pflanzensäuren, ferner Anthocyane und Vitamin C. Zubereitungen als Mus oder Saft werden volksmedizinisch bei Appetitlosigkeit, Verstopfung oder bei Lungen-, Leber- und Milzleiden angewandt. 
 

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