Quetschungen und Prellung

Jeder Mensch hat sich schon einmal eine Quetschung oder Prellung zugezogen. Das kann bei der Arbeit, beim Sport oder einfach nur bei alltäglichen Verrichtungen passieren. So häufig wie die Ursachen sind, so einfach sind auch die ersten Maßnahmen, die ergriffen werden sollten.

Bei Prellungen und Quetschungen wird Gewebe zerstört und es bildet sich ein Bluterguss. Drei Dinge müssen daher beachtet werden:

Kühlen, kühlen und nochmals kühlen...

Kälte zieht die Blutgefäße zusammen, was dazu führt, dass weniger Flüssigkeit in das verletzte Gewebe austritt und sich somit Blutergüsse und Schwellungen möglichst schwach entwickeln. Als erste Maßnahme sollte daher das betroffene Körperteil mit kaltem Wasser oder Eis beziehungsweise Kältespray gekühlt werden. Im ersten Moment reicht es, kaltes Wasser darüber laufen zu lassen. Damit kein Kälteschaden entsteht, sollte ein Eisbeutel aber nicht zu lange direkt und ununterbrochen auf der Haut liegen. Ideal ist vielmehr eine Gemisch aus etwa 1/3 Eis und 2/3 Wasser in einer Plastiktüte. Diese schmiegt sich perfekt an das verletzte Körperteil an und entwickelt die optimale Temperatur.

Zusätzlich kann ein elastischer Verband oder – von einem Therapeuten - ein stützender Tape-Verband angelegt werden, um betroffene Gelenke ruhig zu stellen. Durch den Druck auf das verletzte Gewebe wird ebenfalls die Ausbreitung von Blutungen und Schwellungen verringert. Der Verband darf allerdings auch nicht zu fest angelegt werden, da sonst die notwendige Blutversorgung des verletzten Körperteiles behindert wird, was ebenfalls zur weiteren Schädigung führen würde. Hochlagern und Ruhe bewirkt eine Drosselung der Blutzufuhr, was den gewünschten Effekt verstärkt.

Die richtigen Sofortmaßnahmen, die bei derartigen Verletzungen den Heilungsverlauf günstig beeinflussen und weitere Schäden verhindern, kann man sich anhand eines einfachen Schemas (nach Böhmer) merken:



P  Pause
E  Eis
C  Compression
H  Hochlagerung