Erkältung bei Kindern
 

Was ist Erkältung bei Kindern?

Ansteckende, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit grippeähnlichen Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Mattigkeit und Fieber. 
 

Was sind die Ursachen der Beschwerden meines Kindes?

Viren, über 200 verschiedene, werden übertragen, wenn eine erkältete Person in der Nähe hustet, niest oder sich schnäuzt. Wegen der Vielzahl der Erreger kann man gegen bestehende Erkältungskrankheiten nicht impfen. 
 

Welche Möglichkeiten der Selbstbehandlung gibt es?
 

  • Ernährung 
  • Verhalten 
  • körperliche Schonung 
  • Hausmittel bei Husten 
  • Hausmittel bei Schnupfen 
  • Hausmittel bei Heiserkeit und Halsschmerzen 
  • Hausmittel bei Fieber 
  • frei verkäufliche Arzneimittel 
Welches Essen, welche Getränke sind gut für mein Kind?

Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken, Vitamin C-haltige Säfte oder Kräutertee. Die Ernährung sollte leicht und vitaminreich sein, z.B. Gemüse- oder Hühnerbrühe, frisches Obst, Salate. Bedenken Sie, dass Ihr Kind jetzt eher weniger Appetit hat als sonst und drängen Sie es nicht, wenn es mal nur wenig essen möchte. Achten Sie aber darauf, dass es immer genug zu trinken hat. 
 

Welches Verhalten ist richtig, um die Beschwerden meines Kindes zu lindern?

Wenn das Kind friert, machen Sie ihm ein warmes Bad, um die Heilreaktion des Körpers, das Fieber, zu unterstützen. Die Badetemperatur sollte bei 37° C liegen, höhere Temperaturen würden den Kreislauf zu stark belasten. Erkältungsbäder als Fertigpräparate oder ätherische Öle dürfen Sie nur bei Kindern verwenden, die mindestens 6 Jahre alt sind. 

Halten Sie den Körper des Kindes durch warme Kleidung, Decken oder warmen Tee warm, wenn es Schüttelfrost hat. 

Halten Sie die Raumluft feucht durch Luftbefeuchter, halten Sie die Atemwege feucht durch Inhalieren von Kamillendampf: 1 Handvoll Kamillenblüten mit siedendem Wasser übergießen, großes Handtuch über den Kopf ziehen, 5 Minuten lang Kamillendampf einatmen. Statt Kamillenblüten können auch Heublumen verwendet werden. 

Wenn das Kind über 6 Jahre alt ist, können Sie über Nacht Brust und Rücken mit Menthol- oder Kampferbalsam einreiben (Vorsicht bei empfindlicher Haut oder Allergien). 

Geben Sie dem Kind bei Schnupfen ausschließlich Papiertaschentücher und achten Sie auf einmalige Verwendung, cremen Sie mehrmals am Tag die Nase ein. 
 

Welches Maß an körperlicher Schonung ist am besten für mein Kind?

Solange das Kind Fieber hat, sollte es im Bett bleiben und nur aufstehen, wenn es zur Toilette gehen muss. Ist das Kind fieberfrei, kann es aufstehen und sich in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten bewegen. Näheren Kontakt mit anderen Kindern sollte es erst haben, wenn Husten, Schnupfen und Halsschmerzen abgeklungen sind, es könnte die anderen sonst anstecken. 
 

Welche Hausmittel lindern Heiserkeit und Halsschmerzen meines Kindes?

Machen Sie dem Kind einen Halswickel: Nehmen Sie ein feuchtes Tuch, das den ganzen Hals bedeckt und wickeln Sie darüber ein trockenes Tuch. (Nähere Informationen unter Wickelanwendungen) Größere Kinder können mit Salbeitee gurgeln oder mit Salzwasser, 1 Teelöffel auf   1 großes Glas warmes Wasser. 
 

Welche Hausmittel lindern den Schnupfen meines Kindes?

Bereiten Sie eine Salzlösung z.B. mit Emser Salz, 1 Teelöffel auf ein großes Glas Wasser, sprühen Sie die Salzlösung mit einem Zerstäuber in die Nase oder träufeln Sie die Lösung mit einer Pipette in die Nase ein. 
 

Welche Hausmittel lindern den Husten meines Kindes?

Geben Sie dem Kind warme Milch mit Honig. Bereiten Sie einen Tee aus Lavendelblüten: 30 g frische Blüten des Echten Lavendels auf 1 Liter siedendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abkühlen lassen, mit Honig süßen, von dem Tee 3 Tassen täglich trinken lassen. 

Höhlen Sie einen Rettich aus, füllen Sie ihn mit Farinzucker, lassen Sie Saft ziehen und geben Ihrem Kind den Saft teelöffelweise zur Stärkung der Abwehrkräfte. 
 

Welche Hausmittel helfen meinem Kind bei Fieber?

Geben Sie dem Kind eine feuchte, kalte Kompresse auf die Stirn und erneuern sie bei Erwärmung, das lindert den Kopfschmerz, der mit dem Fieber verbunden ist. Fieber ist eine Heilreaktion des Körpers und keine Krankheit, es hilft Ihrem Kind, schnell wieder gesund zu werden, denn die Erkältungsviren vertragen höhere Temperaturen schlecht. Wenden Sie daher fiebersenkende Maßnahmen nicht schon bei leichter Temperaturerhöhung an, warten Sie ab, bis das Fieber deutlich über 38° C steigt. Machen Sie dann kalte Wadenwickel: kaltes, feuchtes Innentuch, trockenes Außentuch darüber wickeln, nach Erwärmung erneuern. (Nähere Informationen unter Wickelanwendungen)
 

Welche Arzneimittel kann ich in der Apotheke kaufen? (Vom Arzt verordnen lassen)
 

  • Kräutertee (Fenchel, Anis) 
  • Hustentee 
  • Naturheilmittel, die Echinacea enthalten und kurzfristig angewandt werden können. 
  • homöopathische Nasentropfen 
  • homöopathische Grippe- und Fiebermittel 
  • salzhaltige Lutschpastillen (Emser Pastillen) 
  • Hustensaft 
  • Hustenbonbons 
  • Vitamin C 
Was kann ich vorbeugend für mein Kind tun?

Ernähren Sie Ihr Kind vitaminreich. Körperliche Abhärtung durch Abwaschen mit kaltem Wasser oder wechselwarme Anwendung macht es widerstandsfähiger. Aufenthalt im Freien täglich und bei jedem Wetter stärkt die Abwehrkräfte Ihres Kindes. 

Passen Sie die Kleidung Ihres Kindes der Außentemperatur an, besonders im Frühjahr und Herbst, wenn es morgens und abends oft empfindlich kalt, mittags aber recht warm ist. Kleiden Sie Ihr Kind nach dem „Zwiebelschalenprinzip“, mehrere Kleidungsstücke übereinander, die es bei Bedarf ausziehen oder wieder anziehen kann. 

Wenn Ihr Kind anfällig ist für Erkältungskrankheiten sprechen Sie einmal mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker über Abwehrkräfte stärkende Maßnahmen.
 

Wann muss ich mit meinem Kind unbedingt zum Arzt?
 

  • Wenn das Fieber mehr als einen Tag auf mehr als 38° C ansteigt. 
  • Wenn Reizhusten am Schlafen hindert. 
  • Wenn das Kind apathisch und teilnahmslos wirkt, sodass eine schwere Erkrankung vermutet werden muss. 
  • Wenn starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auftreten. 
  • Wenn Ohrenschmerzen hinzukommen. 
  • Wenn Hautausschlag hinzukommt. 
  • Wenn vorher klarer Schnupfen sich gelbgrün-schleimig verändert. 
  • Wenn Babys Fieber haben, ist ärztliche Diagnose unerlässlich. 
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