Wesentliche Radikalfänger sind: Vitamine: Vitamin A (in tierischer
Nahrung),
Provitamin A (in pflanzlicher Nahrung), Vitamin C (in Zitrusfrüchten, Beeren, grünem Blattgemüse, Blumenkohl, Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Zuckermelonen), Vitamin E (in Weizen, Nüssen, Sonnenblumenkernen, Rosenkohl, Spinat, Fenchel, Vollkornprodukten, Eiern, Aal, Garnelen)
Karotinoide: Alphakarotin
( in Möhren und Kürbissen),
Betakarotin (in Möhren, Kürbissen, Aprikosen, Pfirsischen, Zuckermelonen, Mango, Brokkoli, Spinat), Lycopen (in Tomaten, Wassermelonen, roter Grapefruit), Lutein (in Spinat und grünem Gemüse), Zeaxanthin (in Spinat, Chicoree, Mangold, roter Bete)
Flavanoide: Katechin (in grünem Tee,
Weintrauben,
Traubensaft, Wein),
Resveratrol (in Weintrauben, Traubensaft und Wein, besonders in roten Trauben), Oligomere Proanthocyanide, abgekürzt OPC (in Weintraubenkernen, Kieferrindenextrakten)
Isoflavone: Genistein (in Soja, Torfu)
Sonstige: Allicin
(in Zwiebel, Knoblauch, Lauch),
Neben den antioxidativen,
"radikalfangenden" Wirkungen bestehen
Hinweise auf einige weitere Effekte einiger der vorerwähnten
Substanzen: Lycopen,
Genistein, Zeaxanthin, Indol, Sulphoraphan und Selen wirken hemmend
auf das Wachstum von Krebszellen. Auf Grund des hohen Anteils an Antioxidantien (Radikalfängern) gilt der kontrollierte Konsum von Wein in einer Größenordnung von etwa einem Achtel bis einem Viertel Liter täglich durchaus als für die Gesundheit förderlich. Für Männer werden im allgemeinen 2-3 Glas Wein, für Frauen 1-2 Glas empfohlen. Die verschiedenen Einzelwirkungen des Resveratols und anderer Phenolverbindungen bzw. Flavanoide, welche in den Weintrauben enthalten sind, wurden bereits in Abschnitt über die Radikalfänger dargelegt. Eine feststellbare Erhöhung des "guten" HDL-Cholesterins kommt nur im Zusammenwirken dieser Pflanzenstoffe mit dem Alkohol zustande. Die antioxidativ wirkenden sekundären Pflanzenstoffe liegen im Rotwein höher als im Weisswein, in diesem wiederum höher als im Bier, welches lediglich östrogenähnlich wirkende Phytohormone des Hopfens enthält. Gemässigter
Weinkonsum, besonders von Rotwein, beinflusst nach bisherigen
Erkenntnissen offenbar nicht nur die Rate an Herz-Kreislauf-Krankheiten
günstig, sondern wirkt sich auch positiv auf Entstehung und
Verlauf von Morbus
Alzheimer und altersbedingter Maculadegeneration aus. |