Problembereiche in unserer Umwelt
Die wichtigsten verursachenden Einflüsse


 

Bei den hier aufgeführten Informationen ist aus den möglichen Expositionen und den darauf beruhenden Gesundheitsstörungen nur ein Bruchteil der vorhandenen Möglichkeiten, die ich Ihrer kritischen Betrachtung vorstellen möchte, dargestellt. Sie erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
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Wasser

Luftverschmutzung und UV- Strahlung

Boden

Lärm

Elektrosmog und Geobiologie

Schadstoffe im Haus

Belastungen am Arbeitsplatz

Schadstoffe in unserer Nahrung

Schadstoffe auf unserer Haut


 










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Wasser

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Schadstoffbelastungen wirken sich unmittelbar aus.

Grundwasser
Durch die Landwirtschaft werden verstärkt aus überdüngten Flächen Nitrate in das Grundwasser eingebracht. Auch Schwermetalle und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln konnten schon im Grundwasser nachgewiesen werden. 
Durch Unfälle beim Transport von Umweltgiften oder durch schadhafte Lagerung und undichte Sondermülldeponien gelangen diese Gifte in tiefere Bodenschichten und können auch so in das Grundwasser gelangen. In den letzten Jahrzehnten ist es in vielen Gebieten zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels gekommen. Aus diesem Grund wird immer öfter zur Erstellung von Trinkwasser Grundwasser mit Oberflächenwasser vermischt. 

Trinkwasser
Obwohl in den Industrieländern die Trinkwasserqualität in der Regel sehr hoch ist, kommt es auch in diesen Bereichen durch Schadstoffe zu Gesundheitsbeeinträchtigungen.
Schadstoffbelastungen im Trinkwasser entstehen häufig durch die Vermischung von Grundwasser mit Oberflächenwasser. Das Oberflächenwasser aus Seen und Talsperren ist zwar nur gering belastet, muss aber vorher gereinigt und entkeimt werden. Flusswasser ist oft sehr stark mit Schadstoffen verunreinigt und der Aufwand, mit dem es gereinigt werden muss, ist sehr hoch. Zu den am häufigsten nachgewiesenen Schadstoffen gehören Pestizidrückstände, Nitrat und Schwermetallionen. 
Viele Verunreinigungen des Trinkwassers entstehen durch das Material der Rohrleitungen. Das Material der Rohrleitungen und das Wasser reagieren miteinander: weiches Wasser oder auch saures Wasser kann Metallionen aus den Leitungen lösen. Hartes Wasser bildet auf der Rohroberfläche eine Schutzschicht. Hauptbelastungen dieser Quelle bestehen aus Blei, Kupfer und Asbest. Das im Wasser gelöste Asbest ist, im Vergleich zum eingeatmeten Asbest, nur gering gesundheitsschädlich. Bleirohre, die noch in Altbauten vorzufinden sind, werden heute nicht mehr verwendet. Bleivergiftungen können auch aus bestimmten Keramikglasuren entstehen. Insbesondere Fruchtsäfte lösen das Blei schnell aus den Glasuren. Bei den meisten Glasuren werden deshalb heute, besonders bei Essgeschirr, keine bleihaltigen Glasuren mehr verwendet. 

Badewasser
Bei natürlichen Gewässer sind die natürlichen Selbstreinigungskräfte des Wassers in der Lage, viele Abwasserschadstoffe abzubauen. Bedenklich ist es, wenn in der Nähe von Badestellen Abwassereinleitungen stattfinden.
Das Wasser in Freibädern und Hallenbädern unterliegt einer strengen Kontrolle. Hier sind die Badenden selbst meistens die Ursache für Verunreinigungen. Insbesondere Mikroorganismen und Viren können so eine Infektionsquelle sein. Häufig werden übertragen: 

  • Fußpilz 
  • Warzen
  • Durch bestimmte Bakterien hervorgerufene Infektionen der Haut und des Gehörgangs. 
  • Augenbindehautentzündungen 
In seltenen Fällen kommt es zu einer Verunreinigung durch Mykobakterien oder Legionellen 

Abwasser
Je nach Herkunft, sind es unterschiedliche Schadstoffe: 

  • Im Haushaltabwasser sind Belastungen mit Fäkalien, Reinigungsmitteln und Speiseresten vorherrschend. 
  • Industrielles Abwasser enthält, je nach Industiebereich, unterschiedliche Schadstoffe. 
  • Kommunale Abwässer sind häufig durch Streusalz und Mineralöl verunreinigt. 
  • Abwasser steckt voller Arznei. Die Abwässer von Kläranlagen enthalten erhebliche Rückstände von Arzneimitteln, Diagnostika und Desinfektionsmitteln. Ein besonderes Risiko stellen vor allem Antibiotika dar. Einige Antibiotika sind biologisch nicht abbaubar. Ihre Anreicherung im Klärschlamm kann zu Resistenzbildung von Bakterien beitragen.

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Durch den Kontakt mit Abwasser können verschiedene infektiöse Erkrankungen übertragen werden. Häufig sind Typhus, Paratyphus, Bakterienruhr und Cholera. In den Industrieländern kommen diese Erkrankungen so gut wie überhaupt nicht vor. Durch Abwasserklärung und Reinigung werden die Schadstoffe beseitigt, bevor das Wasser erneut genutzt wird. 

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Luft

Smog, Chemikalien, Radioaktivität, die Atemluft kann vielfältig belastet sein.
Zu den wichtigsten gasförmigen Schadstoffen in der Luft gehören: Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NO), NO2), Schwefeloxid (SO2), Benzol, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), Kohlendioxid (CO2), Ozon. Außerdem können in der Luft feste Teilchen wie Asche und Ruß, Stäube mit metallischen, organischen oder mineralischen Bestandteilen und radioaktive Stäube und Gase enthalten sein. Die Stäube können so fein sein, das sie in der Lunge in die Blutbahn aufgenommen werden können. 

Eine spezielle Gefährdung geht vom Smog aus der im Sommer durch Autoabgase und Sonneneinstrahlung entsteht und den Wintersmog der durch die Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe entstehen kann. Smog kann erhebliche Gesundheitsgefährdungen mit sich bringen und sogar für viele, besonders ältere Menschen den Tod bedeuten. 

Gesundheitsgefährdungen durch Luftverschmutzung können sehr vielfältig sein.

Durch Luftverschmutzung, Ozonbelastung und Smog kommt es zu einem vermehrten Auftreten von: 

  • Erkrankungen der Atemwege wie Reizhusten, Asthmaanfällen, schmerzhafte Atmung bei Belastungen, eingeschränkte Belastbarkeit. 
  • Augenbrennen und Augenjucken, vermehrter Tränenfluss 
  • Verstärkung der Symptomatik von allergischen Erkrankungen der Atemwege wie Heuschnupfen und Asthma. 
  • Herz-Kreislaufkomplikationen bei vorherigen Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Hypertonie, Herzinsuffizienz. 
Es kann möglicherweise ein erhöhtes Krebsrisiko entstehen und inhalierte Moleküle können über die Nasenschleimhaut ins Gehirn gelangen und entsprechende Gesundheitsgefährdungen bewirken (Immuno- und Neurotoxität von Xenobiotika).

Klima
Ozonloch, Waldsterben und Treibhauseffekt. Luftverschmutzung und Klimaveränderung haben nicht nur Auswirkung auf Flora und Fauna sondern auch auf dem Menschen.

UV-Strahlung
UV-Strahlen dringen unterschiedlich tief in die Haut ein und bewirken verschiedene Veränderungen.
Bei einer chronischen UV-Belastung der Haut werden eine Menge Fehler in den Genen der Haut produziert. Ein Sonnenbad am Nachmittag erzeugt z. B. soviel Energie, dass davon fünf 100-Watt Glühbirnen leuchten könnten. Das Reparatursystem arbeitet auf Hochtouren, kann aber nicht alle Fehler reparieren. So kann es zur Entwicklung von Hauttumoren kommen. 
Andererseits darf die Haut nicht vollständig vor der Sonne geschützt werden. Ein lebenswichtiger Stoff, das Vitamin D, wird zum Teil in der Haut hergestellt. Dazu wird aber die UV-Strahlung gebraucht. Wird der menschliche Körper nie der Sonnenstrahlung ausgesetzt, kann es zum Vitamin-D-Mangel kommen. Die Folge kann eine Rachitis sein, das ist eine schwere Erkrankung des Skelettsystems. 

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Boden
Je nach Verunreinigung können vom Boden unterschiedliche Gefährdungen ausgehen.

Stadtböden und Spielplätze sind besonders häufig durch Hundekot verunreinigt. Daraus entstehen besonders für Kinder gefährliche Infektionsquellen. Auswaschungen bleihaltiger Farben von Häuserdächern und Fensterrahmen können zu erhöhten Bleiwerten in Böden führen. Auch Belastungen durch Metalle und Kraftfahrzeugemissionen sind möglich.

Landwirtschaftlicher Boden kann unterschiedlich belastet sein und Schadstoffe können sich in landwirtschaftlichen Erzeugnissen anreichern. Die Anreicherungen in Nahrungsmittel entstehen aber häufiger durch Luftverschmutzung, als durch Bodenbelastungen. Nitratbelastungen entstehen vielfach durch das Düngen mit Gülle. Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftliche oder gärtnerisch genutzte Böden, der vielfach mit Schwermetallen und organischen Chlorverbindungen belastet sein kann, ist verboten. Erhöhte Radioaktivität, wie sie z. B. nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl aufgetreten ist, kann zu einer erheblichen Belastung des Bodens führen.

Der Boden alter Fabrikgelände oder Deponien kann mit den unterschiedlichsten Giften belastet sein. Dazu gehören u. a. Mineralöle, Cyanide und Kohlenwasserstoffgemische. Eine unmittelbare Gefährdung ist meistens nicht vorhanden, solange sich niemand auf diesen Geländen aufhält und die Gifte nicht in das Grundwasser gelangen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass sich Menschen unerlaubt auf solchen Geländen aufhalten. Diese sind dann akut gefährdet. Wird auf diesen Böden gebaut, ohne das sie vorher entgiftet werden, so können die Ausdünstungen zu Belastungen und Gefährdungen unterschiedlichen Ausmaßes führen. 

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Lärm

Lärm ist eines der größten umweltmedizinischen Probleme mit oft irreparablen Schädigungen.
Gesundheitsschäden durch Lärm können vielfältig sein. Neben vorübergehenden Beschwerden kann es auch zu dauerhaften Erkrankungen kommen. Insbesondere langanhaltende Lärmbelastungen können zu einer Lärmschwerhörigkeit führen. Sie ist die in Deutschland häufigste Berufskrankheit.
Bei einem akuten Lärmtrauma können innerhalb von Sekunden dauerhafte Hörstörungen auftreten. Bei einem hohen Schallpegel von über 120 dB kann die Schalldruckwelle Schädigungen im Innenohr verursachen. Eine anfangs leichte Schädigung kann sich deshalb später weiterentwickeln. 
Bei erhöhten Lärmpegeln von über 85 dB reagiert der Körper mit einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin. Dadurch wird der Herzschlag beschleunigt und der Blutdruck steigt. Das Risiko, eine Herz- Kreislauf- Erkrankung zu entwickeln, ist in lärmexponierten Gebieten, z. B. in der Umgebung von Flughäfen, erhöht. Neben dem Rauchen, ist der Lärm der zweitwichtigste Risikofaktor für einen Herzinfarkt am Arbeitsplatz. 
Nachgewiesen sind auch durch Lärm induzierte Schlafstörungen. Die REM- Schlafphasen sind geringen. Der Schlaf ist nicht mehr so erholsam. 
Eine wichtige Beeinträchtigung durch Lärm ist die Störung der Kommunikation. Das betrifft sehr häufig ältere Menschen, die Probleme haben, in einer lauten Umgebung gesprochene Sprache zu verstehen. So kann Lärm zu einer verstärkten Isolation führen. 
Lärm hat auch psychische Auswirkungen. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Ebenso kann das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt sein. Die psychischen Wirkungen sind individuell sehr unterschiedlich, weil jeder Mensch unterschiedlich belastbar ist.

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Elektrosmog und Geobiologie
 

Geobiologie
Unter diese Rubrik fallen sämtliche Fragen, die mit den Problemen des Schlaf- und auch Arbeitsplatzes zusammenhängen. Man könnte es auch als individuelle Standortproblematik bezeichnen. Im Volksmund und in der Biologischen Medizin zählen dazu Wasseradern Verwerfungen Gitternetze (Hartmann und Curry), im weiteren Sinn auch Elektrofeld-Belastungen
 

Baubiologie
Es dürfte verständlich sein, dass ein gesundes Wohnumfeld eine entscheidende Rolle für seine Bewohner spielt. 
Zu den belastenden "Umfeld-Faktoren" gehören:
Teppiche, Tapeten, Anstriche, Farben, Möbel, Lacke, Gardinen, Betten, etc.
Weiterhin: Elektrofelder in der Nähe des Schlaf-, aber auch Arbeitsplatzes (sog. Elektro-Smog), etc.

(siehe auch: Schadstoffe im Haus und am Arbeitsplatz)
 

1. Elektrosmog
Der Begriff Elektrosmog beschreibt das Phänomen, dass wir infolge fortschreitender Elektrifizierung in immer größerem Umfang niederenergetischer elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt sind, die wir mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen können. 

Die verschiedenen "Elektrosmog"-Arten:

Elektrische Wechselfelder
Diese entstehen durch eine zwischen zwei Polen anliegende Spannung. Je näher diese Pole sich gegenüberliegen und je höher die Spannung zwischen ihnen ist, desto höher ist auch die sich zwischen ihnen bildende elektrische Strahlung. Somit muss für elektrische Strahlung kein Strom fließen, d.h. auch wenn Sie z.B. Ihre Lampe/Fernseher etc. ausgeschaltet haben ist die elektrische Strahlung dennoch in voller Stärke vorhanden! Jedes Kabel (besonders die versteckten Kabel im Mauerwerk) ist eine potentielle Strahlungsquelle.
Ausschlaggebend ist hierbei sowohl die elektrischen Feldstärke in (V/m) als auch die Frequenz in (Hz) des elektrischen Feldes.

Magnetische Wechselfelder
Diese entsteht, wenn durch einen Leiter Strom fließt. Je höher dieser Strom ist und je näher die Leiter zueinander angeordnet sind desto höher ist die elektromagnetische Strahlung die entsteht. Ausschlaggebend ist hierbei die sog. magnetischen Flussdichte (nT) und die Frequenz (Hz). 
 

Quellen von Elektrosmog sind v.a. das 230-V-Stromnetz und elektrische Geräte (s.u.).
Welche Folgen Elektrosmog auf die Gesundheit des Menschen hat, ist noch ungenügend erforscht. Einige Wirkmechanismen sind bekannt, so führt elektromagnetische Strahlung im Radio- und Mikrowellenbereich zur Erwärmung des Gewebes. Im niederfrequenten Bereich erzeugen elektrische und magnetische Felder Ströme im Körper, deren Auswirkungen nur ungenügend geklärt sind. Seit etwa 15 Jahren werden vermehrt subtile biologische Effekte, wie z.B. Einflüsse auf die Proteinsynthese, stressähnliche Wirkungen auf Hormonsystem und auf Zellmembran diskutiert.
Wie sich Elektrosmog aber konkret auf die Gesundheit auswirkt, kann mit heutigem Wissensstand nicht klar beantwortet werden. Erste Anhaltspunkte bieten die sog. elektrosensiblen Menschen. Untersuchungen nach reagieren etwa 4% der Bevölkerung besonders empfindlich auf Elektrosmog. Bei solchen Menschen genügt oftmals eine Stromleitung oder ein Radiowecker im Schlafbereich, um Störungen wie Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder chronische Erkrankungen, für die Ärzte keine Erklärung finden, auszulösen.
Epidemiologische Studien weisen u.a. auf ein erhöhtes Leukämierisiko für nahe bei Hochspannungsleitungen lebende Kinder, ein erhöhtes Krebsrisiko (Leukämie, Hirntumore, Lymphome) für Arbeiter aus Elektroberufen und erhöhte Fehlgeburtenrate bei Bildschirm-Arbeiterinnen hin. Die meisten Studien zeigen zwar erhöhte Gesundheitsrisiken durch Elektrosmog, doch sind die gefundenen Effekte in der Regel klein und die Studien methodisch nicht immer unumstritten. Problematisch sind auch die fehlenden Langzeituntersuchungen.
Schließlich wurden die Folgen von Elektrosmog auch im Tierversuch untersucht. Bei Hühnereiern, die niederfrequenten Magnetfeldern ausgesetzt wurden, zeigte sich eine signifikante Erhöhung von Todesraten und Missbildungen.
Auch bevor die vielschichtigen Wirkmechanismen des Elektrosmog vollständig verstanden sind, sollte aus Vorsorgegesichtspunkten die Belastung durch Elektrosmog Ernst genommen und, wo möglich, reduziert werden. Besonders wichtig ist dabei der Schlafbereich, der z.B. durch netzgetriebene Radiowecker, Stromleitungen (Netzfreischalter, abgeschirmte Kabel), elektrische Heizdecken oder magnetisierte Federkernmatratzen belastet sein kann. 
Die 1991 und 1992 neu aufgelegten deutschen VDE-Grenzwerte für Elektrosmog-Belastungen liegen im internationalen Vergleich hoch und nehmen das Elektrosmog-Problem im privaten Sektor in keiner Weise ernst. Basis scheint eher der rechtlich problemlose Betrieb von z.B. Hochspannungsleitungen in Wohnbereichen zu sein.
Weitere potentielle Belastungen sind Fernseher, Computer-Bildschirme, Mobiltelefone, Halogenlampen und Sendeeinrichtungen (Mobiltelefon).
 

2. Geobiologie

Die durch geobiologische Faktoren entstehenden Störungen aus dem Erdreich nennt man im allgemeinen auch geobiologische Störfelder, Störzonen Wasseradern oder auch Erdstrahlen.

Erdstrahlen entziehen sich bisher allen Messungen mit herkömmlichen Methoden. Unbestritten ist, dass sie in keiner uns bisher bekannten Art "strahlen". Messungen aus jüngster Zeit ergeben eindeutig, dass es sich weder um regelmäßig auftretende Erdmagnetfeldanomalien noch um den regelmäßigen Austritt radioaktiver Strahlung oder Strahlen aus dem elektromagnetischen Bereich handelt.

Wie wirken Erdstrahlen?
Erdstrahlen wirken auf biologische Systeme und teilweise direkt oder indirekt auf technische Anlagen. Dabei ist zu beobachten, daß der Körper schon bei kurzer Einwirkung mit einer Art Panikreaktion reagiert. Das heißt, daß sich bei der Messung der Hautwiderstände diese ständig in großen Sprüngen ändern (Diese Tatsache machen sich Rutengänger bei der Objektivierung ihrer Mutungsergebnisse zunutze). Auch gibt es unstreitig Plätze die dem Körper seine Energie entziehen. An diesen Plätzen ermüden Menschen schneller, werden schneller betrunken, erkranken schneller an Krankheiten und was der Dinge mehr sein mögen. In der Natur kann man des öfteren beobachten, daß Bäume, flach am Boden wachsend, in einer ungewöhnlichen Drehbewegung nach einer Seite ausweichen. Hier hat sich im Lauf ihres Wachstums der Untergrund - beispielsweise eine Wasserader - verändert. Auch technische Geräte reagieren gelegentlich auf Störungen aus dem Untergrund. Haben Sie es vielleicht auch schon erlebt, daß Ihr Kofferradio an einer bestimmten Stelle einen schlechten Empfang hatte? Wurde dieser besser, nachdem Sie es - bei gleichbleibender Sendereinstellung - um einen halben Meter verstellt hatten? Dies kann an der, speziell an der an den Rändern von Wasseradern abfallenden, Ukw-Feldstärke liegen. Aus der letzten Zeit liegen außerdem Messungen des Photonenaustritts behandelter Proben und (besonders prägnant und wichtig) Messungen der Senkgeschwindigkeit des Blutes vor.

Bei beiden Methoden ist ganz deutlich zu sehen, daß diese durch Veränderungen der Standorte völlig andere Werte aufweisen.

Ich kann an dieser Stelle nicht alle Auswirkungen und Reaktionen aufzählen, denke aber, dass ich Ihnen einige interessante Beispiele aus der Natur und Technik aufzeigen konnte.

Machen Erdstrahlen krank?
Zum Glück ist jeder Mensch anders, das heißt, nicht jeder Mensch bekommt die gleiche Krankheit nach der gleichen Einwirkungszeit und dem gleichen Strahlentyp. Dennoch ist festzustellen, daß die Erkrankungen, an denen Strahlungen beteiligt sind, in unserer Zeit immer mehr zunehmen. Zwischenzeitlich kommen zu diesen natürlichen Strahlen (auch der Radioaktivität) immer mehr künstliche, von Menschen erdachte, dazu. Ob es sich hierbei um Funkwellen, radioaktive Elemente, Mikrowellen, elektrostatische Aufladungen oder diverse andere Ladungen und Ladungsträger handelt, die täglich auf uns einwirken. Sie alle wirken auf unseren Körper als Stressfaktoren.

Nicht das einzelne Strählchen macht uns krank, es ist die Summe der Elemente, die dieses bewirkt. Daher ist es auch schwer, Prognosen über eventuell auftretende Krankheiten, deren Verlauf und den Zeitpunkt Ihres Auftretens abzugeben. Zu guter Letzt spielen hier auch noch Dinge wie persönlicher Stress und die Fähigkeit mit diesem umzugehen oder ihn abzuleiten, eine wichtige Rolle.

Welche Erdstrahlenarten gibt es? 
Auch wenn jeder Rutengänger alles mögliche - und unmögliche - findet, anerkannt von allen Strahlungsquellen sind bisher:

  • Wasseradern 
  • Verwerfungen (Spalten, Klüfte, etc.) 
  • Globalnetzgitter (= Hartmanngitter) 
  • Curry- oder Wittmannnetz 
Hierbei ist zu beachten, daß sich bisher nur die drei erstgenannten wissenschaftlich nachweisen lassen. 

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Schadstoffe im Haus

Aus Wänden und Böden gasen Giftstoffe aus.

Tabakrauch enthält unter anderem Fomaldehyd, ein farbloses, stechend riechendes Gas, und Nitrosamine, die sich aus dem Nitratgehalt des Tabaks bilden. Zigarettenrauch fördert Atemwegs- und Gefäßerkrankungen (Raucherbein), Lungenkrebs, Kreislaufprobleme und Tumoren im Mundbereich.

Es konnten bisher mehr als 4.000 verschiedene Stoffe aus dem Tabakrauch isoliert werden. Die meisten dieser Stoffe sind gesundheitsschädlich. 43 Stoffe können Krebs auslösen.

Personen, die häufig Tabakrauch ausgesetzt sind (Passivrauchen), haben wahrscheinlich ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Kinder rauchender Eltern haben ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. 
 

Asbest gast vor allem aus Fußböden aus, z. B. aus Vinyl-Belägen. Der Feinstaub von Asbest kann Atemwegserkrankungen und Krebs auslösen.

Formaldehyd gast aus Spanplatten, Fertigparkett, Desinfektionsmitteln und pflegeleichten Textilien.  Symptome: Reizungen der Atemwege, Kopfschmerzen, Erkältungen und Schlafstörungen, eventuell sogar Krebs.
Das giftige Formaldehyd kann sich überall verstecken: im Klebemittel, im Sperrholzregal, im Parkettboden oder im Schaumstoffpolster. Allein die deutsche Industrie produzierte 1998 über eine Million Tonnen des vielseitigen Reizgases. 

Radon, ein in manchen Baustoffen und im Erdreich natürlich vorkommendes Edelgas, ist ein Auslöser von Lungenkrebs.

Mittel zum Holz- und Pflanzenschutz enthalten Chemikalien wie Dichlorvos, Tributylzinnverbindungen (TBT), Chlornaphthalin, Pyrethrine und Pyrethroide wie Permethrin, Cyfulthrin, Deltamethrin; ebenso evtl. immer noch das seit 1989 verbotene Pentachlorphenol (PCP). Symptome: Allergien, Schäden an Leber, Nieren und Immunsystem, Kopfschmerzen, Schlafstörungen; PCP greift die Leber an. 

Giftige Lösemittel, wie Benzol, Toluol, Xylol, Dichlormethan, Dichlorethan, stecken in Klebstoffen, Lacken, Farben, Abbeizmitteln, Bodenbelägen, Putzmitteln, Fleckentfernern. Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Übelkeit, Schleimhautreizungen.

Weichmacher, meist Phthalate (DEHP, DBP, BBP), werden Kunststoffen wie PVC zugesetzt und verbergen sich z. B. in Wandfarben, Lacken, Kosmetika, Fußbodenbelägen, Vinyltapeten und Kunstleder. Sie strömen über lange Zeit aus und gelangen über das Blut in Leber, Niere und Fettgewebe, wo sie sich ablagern. Sie greifen das Immunsystem an und stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Schimmelpilze siedeln sich an, wenn die Räume zu feucht und warm sind und wenn man nicht genügend lüftet. Sie geben Sporen und Giftstoffe an die Luft ab, die zu Atembeschwerden, Schnupfen, Husten (unter Umständen sogar Lungenentzündung) und zu Kopf- und Gliederschmerzen führen.
Hausstaubmilben und Schimmelpilze gehören zu den bedeutendsten Allergieauslösern in Innenräumen.
 

Haushaltsschadstoffe

Abflussreiniger, Inhaltsstoffe: Natronlauge
Mögliche Gesundheitsschäden:
Verätzungen der Augen und der Haut

Backofenspray, Inhaltsstoffe: u. a. Natronlauge, Tenside, Lösungsmittel
Mögliche Gesundheitsschäden:
Reizungen von Haut und Schleimhaut an Händen und Auge, in Speisen Lösungsmittelrückstände

Entkalker, Inhaltsstoffe: u.a. Ameisensäure
Mögliche Gesundheitsschäden:
Erbrechen, Husten, Verätzungen, Kreislaufzusammenbruch bei oraler Aufnahme, Schäden von Knochenmark und Nieren

Fleckenentferner, Inhaltsstoffe: chlorierte Lösungsmittel
Mögliche Gesundheitsschäden:
bei längerer Exposition über die Lunge Leberschäden möglich, evt. Krebsauslösend

Fußbodenreiniger, Inhaltsstoffe: Lösungsmittel, u. a. CKW
Mögliche Gesundheitsschäden:
bei längerer Exposition über die Lunge Leber-, Nieren- und Nervenschäden

Insektenspray, Inhaltsstoffe: Lindan, Pyrethroide
Mögliche Gesundheitsschäden:
Bei Exposition: Übelkeit, Unwohlsein, Atembeschwerden, Kopfschmerzen

Insektenstecker, Inhaltsstoffe: Pyrethroide, Bioallethrin
Mögliche Gesundheitsschäden: Bronchialasthma

Lederspray, Inhaltsstoffe: Lösungsmittel
Mögliche Gesundheitsschäden:
Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Schädigung der Lungenbläschen, Kollaps

Luftverbesserer, Inhaltsstoffe: Azetaldehyd, Paraldehyd
Mögliche Gesundheitsschäden:
Bei längerer Exposition über die Lunge Leberschäden möglich.

Maschinenspülmittel, Inhaltsstoffe: Phosphate
Mögliche Gesundheitsschäden:
Stark ätzend, Vergiftung möglich

Teppichreiniger, Inhaltsstoffe: Lösungsmittel, Tenside
Mögliche Gesundheitsschäden:
Verdacht auf Zusammenhang mit Kawasaki-Fieber bei Kindern.

WC-Reiniger, Inhaltsstoffe: Chlor
Mögliche Gesundheitsschäden:
Lungenschäden. Bei gleichzeitigem Gebrauch von Reinigern auf Säurebasis bildet sich in einer chemischen Reaktion Chlorgas. Das kann lebensgefährlich sein.

Waschmittel, Inhaltsstoffe: Tenside, Bleichmittel, Phosphase, Füllstoffe
Mögliche Gesundheitsschäden:
Hautreizungen,

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Belastungen am Arbeitsplatz

BAT-Wert

BAT-Wert bedeutet Biologischer Arbeitsstoff-Toleranz-Wert. Er wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für verschiedene Stoffe festgelegt. 

Der BAT-Wert beschreibt die beim Menschen im Blut, Plasma, Harn oder Ausatemluft maximal zulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes, die nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens die Gesundheit der Beschäftigten auch dann nicht beeinträchtigt, wenn sie während 40 Wochenstunden regelmäßig erzielt wird. Bat-Werte sind für gesunde Arbeitnehmer konzipiert und berücksichtigen nicht diejenigen, die körperlich geschwächt sind. Die im Rahmen ärztlicher Vorsorgemaßnahmen ermittelten Analysen-Werte unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Die Beurteilung der im biologischen Material eines Beschäftigten gemessenen Werte ist dem Arzt vorbehalten, der hierfür auch die Verantwortung trägt.
Mit den BAT-Werten werden bis zu einem gewissen Grade Vergiftungen zugelassen, wobei die Methode geeignet ist, für bestimmte schmutzige Arbeitsplätze die Arbeitnehmer auszuwählen, die mit den Schadstoffen am schnellsten fertig werden. Dadurch ist der Arbeitgeber nicht gezwungen, Arbeitsplatzsanierungen vorzunehmen.
 

MAK-Werte ( Maximale Arbeitsplatz Konzentration )

Die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft für gefährliche Arbeitsstoffe gibt jährlich eine Liste von ca. 500 Stoffen mit deren Grenzwerten in der Raumluft am Arbeitsplatz heraus, die MAK-Liste.

In der Regel wird der MAK-Wert als Durchschnittswert über Zeiträume bis zu einem Arbeitstag oder einer Arbeitsschicht integriert. Durch Umweltgifte sind viele Menschen zusätzlich dauernden Belastungen ausgesetzt. Bei der Festlegung der M. berücksichtigt man zu wenig, daß sich der Beschäftigte außerhalb der 8-Stunden-Arbeitszeit nicht in schadstoffreier Umgebung erholen kann. Auch gilt der Grenzwert praktisch nur für den gesunden Menschen im mittleren Alter. 

Empfindliche Personen wie Schwangere, junge Menschen oder gesundheitlich Schwächere können auch bei Einhaltung des MAK-Wertes in ihrer Gesundheit stark geschädigt werden. Die Grenzwerte gelten darüber hinaus jeweils nur für einen Stoff. Nur in Ausnahmefällen jedoch geht der Arbeitnehmer mit einer einzigen Substanz um. Meist werden mehrere Substanzen zusammen oder Stoffgemische wie Kühl-Schmierstoffe und Benzine verwendet, oder es entstehen beim Umgang Gemische, wie beim Schweißen oder anderen Verbrennungsvorgängen. 

Zu der Beurteilung eines Arbeitsplatzes mit Stoffgemischen konnten bisher nur Richtwerte aus anderen Ländern herangezogen werden. Erst seit 1985 wird in einer technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS 403) jene pragmatische Regelung übernommen, wie sie in den USA beispielsweise schon seit langem existiert: die Summenregel.

Unter bestimmten Voraussetzungen geht man davon aus, dass sich die Wirkungen von mehreren Stoffen, die gleichzeitig am Arbeitsplatz vorkommen, addieren. Diese einfache Regelung wurde in Deutschland jahrelang abgelehnt, weil sie wissenschaftlich sehr ungenau sein kann. Es steht zu befürchten, dass durch das Fehlen jeglicher Regelung die Arbeiter besonders hohen Konzentrationen von Gemischen ausgesetzt waren und immer noch sind. Es darf also nicht nur eine Empfehlung bleiben, die o.g. technische Regel anzuwenden, sondern bis zum Vorliegen besserer Grenzwerte für Gemische ist die Beachtung der Summenregel verbindlich vorzuschreiben.

Der MAK-Wert ist als Durchschnittswert definiert. Ob kurzfristig höhere Konzentrationen während einer Schicht für die MAK-Kommission als annehmbar erscheinen, hängt von der Dauer, Höhe und Häufigkeit der Überschreitung und vom Stoff selbst ab. Mittlerweile sind für die meisten Stoffe der MAK-Liste solche kurzfristigen Spitzenwerte aufgestellt worden, die zu keiner Zeit überschritten werden sollen, was aber prinzipiell nicht ausgeschlossen werden kann.

Das Auftreten allergischer Reaktionen wird durch die Einhaltung des MAK-Wertes nicht ausgeschlossen. Stoffe, die durch häufige Sensibilisierung auffallen (Sensibilisierung ist eine notwendige, erste Stufe bei der Entwicklung einer Allergie), werden in der MAK-Liste durch ein S gekennzeichnet. Der Anwender mag dadurch den Eindruck bekommen, daß die allergisierende Wirkung im Grenzwert berücksichtigt sei. 

Dies ist jedoch nicht der Fall. Erstens wird in der MAK-Liste nur eine geringe Anzahl von Stoffen mit S gekennzeichnet, und zweitens ist ein MAK-Wert bei allergisierenden Stoffen nicht zu begründen, weil auch bei kleinsten Mengen mit Gesundheitsschäden zu rechnen ist. Auch bei erbgutschädigenden, fruchtschädigenden und nervensystemschädigenden Stoffen liegen bisher keine eindeutigen Erkenntnisse über untere, nichtschädigende Schwellenkonzentrationen vor, so dass hier dem MAK-Wert mit besonderer Skepsis begegnet werden muss.
 

Grenzwerte

Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen.

Dabei stellen Grenzwerte allerdings keine Trennungslinie zwischen Unbedenklichkeit und Gesundheitsrisiko dar, sondern i.d.R. einen politischen Kompromiß zwischen zugemutetem Gesundheitsrisiko und wirtschaftlichen Kosten. Die eigentliche Grenzwert-Festsetzung bewegt sich im gerichts- und damit haftungsfreien Raum (Umwelthaftungsgesetz).
Grenzwerte gelten als wichtige Instrumente der Umweltpolitik, da mit ihrer Hilfe komplexe Sachverhalte quantifizierbar werden, d.h. auf Zahlenwerte reduziert werden. Grenzwerten kommt beim Vollzug des Umweltrechts eine Schlüsselfunktion zu. Grenzwerte besitzen ein hohes Maß an Verbindlichkeit, d.h. es können sich Rechtsfolgen aus diesen Werten ergeben. So ist z.B. die Einhaltung der Emissions- und Immissionsgrenzwerte der TA Luft Voraussetzung für die Genehmigung einer Anlage. Andererseits ist das Recht der Arbeitnehmer, auf Einhaltung der MAK-Werte zu klagen, sehr beschränkt.
 

Computerarbeitsplatz

Computerarbeitsplätze (bzw. allgemein Mikroelektronik) sind in Sachen Umwelt Helfer und Sünder zugleich.

Umweltschäden treten auf bei Entwicklung und Herstellung (Elektronikindustrie), Anwendung/Betrieb und Entsorgung (Elektronikschrott).
Bei der eigentlichen Computer-Anwendung im Büro oder zu Hause können für den Benutzer Schäden auftreten durch falsche Arbeitsplatzergonomie, einseitige Bewegungen (RSI-Syndrom), Schadstoffausdünstungen aus Computer und Bildschirmen (Gehäuse: Weichmacher, Flammschutzmittel, Monomere, Laserdrucker: Ozon) und Strahlung, die von den Monitoren ausgeht (Bildschirm).
Arbeit am Computer führt häufig zu körperlichen (und psychischen) Beschwerden. Etwa zwei Drittel der am Computer Tätigen klagen über auftretende Steifigkeit und/oder Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat und regelmäßige Kopfschmerzen. Folgende Körperteile werden am häufigsten genannt (in % für Frauen/Männer):
Nacken (64%/40%), Schultern (51%/26%), Rücken (40%/31%) und Kopf/Stirn (40%/20%); besonders betroffen sind auch Hände, Ellbogen und allgemein Gelenke (RSI-Syndrom). Des weiteren werden die Augen in Mitleidenschaft gezogen (Augenbrennen, verschwommene Sicht, Verschlechterung der Sehfähigkeit; Bildschirm) und das Allgemeinbefinden (Erschöpfung, Gereiztheit).
Ein großer Teil der Schäden könnte vermieden werden, wenn die Arbeitgeber ihrer Verpflichtung nachkämen, die Belegschaft vor Gefahren für Leib und Gesundheit zu schützen (Gewerbeordnung 120a) und die Computer-Arbeitsplätze ergonomischer gestalten würden. Viele Computer-Arbeitsplätze entsprechen auch heute nicht einmal den Mindestanforderungen. 
Zu diesen zählen: Optische Qualität des Bildschirms, ergonomische Qualität der Möbel, Beleuchtungsqualität (blend- und spiegelungsfrei angebrachte Lampen, ausreichende Helligkeit und Lichtgüte (Licht)), Abschirmung von Strahlungsquellen (Bildschirm), Lärmminderung, Innenraumluft (geringe Schadstoffausdünstungen: z.B. PCB, Ozon aus Laserdrucker)).
 

Arbeitsplatzlärm

Lärm gehört zu den wesentlichen Faktoren, die die Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz ausmachen. 

Die Lärmschwerhörigkeit ist eine anerkannte Berufskrankheit und liegt seit Jahren mit an der Spitze der Berufskrankheiten. Nach Schätzungen waren 1984 7-9 Mio. Arbeitnehmer während der Arbeit gesundheitsschädlichen, insbesondere gehörgefährdenem Lärm von über 80 dB ausgesetzt.
Aufgrund des Ausmaßes der Gesundheitsgefährdungen durch Lärm wurden verschiedene Richtlinien und Vorschriften zum Schutze des Arbeitnehmers geschaffen. Die UVV (Unfallverhütungsvorschrift) Lärm von 1990 verpflichtet den Unternehmer, eine Lärmgefährdung durch technische Maßnahmen zu verhindern, zu vermeiden und zu verringern. Dafür müssen Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren und Arbeitsräume entsprechend dem Stand der Technik hinsichtlich der Lärmminderung gestaltet sein. Das bedeutet, dass, selbst wenn bestimmte Beurteilungspegel nicht überschritten würden, der Unternehmer dennoch verpflichtet ist, beispielsweise eine lärmärmere Maschine zu kaufen. Mit fortschreitender technischer Entwicklung ist ein niedrigeres Lärmniveau verpflichtend. Andererseits sollte es ohnehin im Interesse eines Unternehmers sein, für einen leiseren Arbeitsplatz zu sorgen, da sich herausgestellt hat, dass sich dies positiv auf die Arbeitsqualität, Unfallhäufigkeit etc. auswirkt.


Recht auf saubere Luft


Seit der Arbeitsstättenverordnung vom Oktober 2002 haben Nichtraucher ein Recht darauf, an ihrem Arbeitsplatz vor Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt zu werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Beschwerden ernst zu nehmen.

Bei kurzfristiger Einwirkung kann Passivrauch die Augen-, Nasen- und Rachenschleimhäute reizen und zu Schwindel und Kopfschmerzen führen.

Die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe hat 1998 den Passivrauch in die Schadstoffkategorie 1 aufgenommen und somit als "erwiesenermaßen krebserzeugend für den Menschen" eingestuft.

Die Wirkung einiger anderer Umweltschadstoffe wird durch Tabakrauch noch verstärkt. Bei bestimmten Schadstoffen wie Asbest oder Radon geschieht dies "überadditiv" – d.h. die Wirkung des Gemischs ist stärker als die Summe der Einzelwirkungen.

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Schadstoffe in unserer Nahrung
Was wir so alles schlucken

Lebensmittelzusatzstoffe
Sammelbezeichnung für weit mehr als 480 Substanzen, die Lebensmitteln aus technologischen (z.B. Konservierungsstoffe) oder aus kosmetischen Gründen (Farbstoffe) zugesetzt werden.

Die meisten Lebensmittelzusatzstoffe werden einer europaweit einheitlichen Kennzeichnung, den sogenannten E-Nummern, zugeordnet.

Damit ein Lebensmittelzusatzstoff zugelassen wird, muss er folgende Kriterien erfüllen:
a) Es muss der Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit erbracht werden.
b) Es muss nachgewiesen werden, dass der Lebensmittelzusatzstoff technologisch notwendig ist.

Bei dieser Betrachtung ist der Nutzen eines Lebensmittelzusatzstoffes gegenüber dem potenziellen Risiko abzuwägen. Wegen einigen Unsicherheiten in Bezug auf die Übertragung von Ergebnissen von Tierversuchen auf den Menschen und der ausbleibenden Beurteilung von Kombinationswirkungen verschiedener Substanzen mit Lebensmittelzusatzstoffe können keine endgültigen Aussagen über die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Lebensmittezusatzstoffe getroffen werden. 

So ist es bereits mehrfach vorgekommen, dass Lebensmittelzusatzstoffe (wie z.B. der Konservierungsstoff Propionsäure) die als gesundheitlich unbedenklich galten im Zuge eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes wieder vom Markt genommen und verboten wurden.

Einige Lebensmittelzusatzstoffe sind gesundheitlich nicht unbedenklich und auch nicht immer notwendig. Problematisch sind beispielsweise einige Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Benzoate (E210-E213), welche zu Allergien führen können. Schwefeldioxid, das in Wein, Trockenfrüchten und Kartoffelpulver eingesetzt wird, kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen u.a. führen. Bedenklich sind bei den Farbstoffen die synthetischen Azofarbstoffe wie Tartarzin (E 102). Geringe Mengen, die in einigen Lebensmitteln enthalten sind, reichen aus, um bei empfindlichen Personen Nesselsucht (Allergie) oder Asthma auszulösen. 

Durch die EU-weite Harmonisierung der Zusatzstoff-Regelungen hat sich die Liste der zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe stark erweitert, v.a. Lebensmittelzusatzstoffe, die von Verbraucherschützern und Umweltmedizinern als gesundheitlich problematisch angesehen werden.

Während bei verpackten Lebensmitteln mit wenigen Ausnahmen alle Lebensmittelzusatzstoffe zu kennzeichnen sind, entfällt dies weitgehend beim Verkauf von losen, unverpackten Lebensmitteln.

Aufgrund der Kritik an den Zusatzstoffen werden diese zunehmend durch sogenannte funktionale Additive ersetzt. Das sind Spezialprodukte, die beispielsweise aus Milch-, Soja- oder Weizeneiweiß hergestellt werden. Auch wenn ihre Wirkung denen eines Zusatzstoffs entspricht, sind sie für den Kunden nicht mehr als solche erkennbar. Machen sie weniger als ein Viertel in der jeweiligen Zutat aus, kann eine Deklaration unterbleiben. Ansonsten erscheinen sie auf den Etiketten als gewöhnliches "Milcheiweiß" oder "Sojaprodukt".

Die wichtigsten Lebensmittelzusatzstoff- Gruppen sind Antioxidantien (E 300 – E 312), Emulgatoren und Stabilisatoren, Farbstoffe (E 100 – E 175), Konservierungsstoffe (E 200 – E 283) sowie Süßungsmittel und Aromastoffe
 

Aromastoffe (Geschmacksverstärker)

Bei industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln treten meist starke Geschmacks- und Geruchsverluste auf. Diese Verluste werden häufig durch den Einsatz von Aromastoffen ausgeglichen. 

In der Vergangenheit geschah dies durch den Einsatz von alkoholischen Auszügen oder Destillaten (Essenzen). 

Man unterscheidet Aromastoffe in 3 Kategorien:

  • Natürliche Aromastoffe werden aus natürlichen Ausgangsstoffen (z.B: Vanilleextrakt oder Orangenessenz) gewonnen.
  • Naturidentische Aromastoffe sind den natürlichen Ausgangsstoffen chemisch gleich, werden aber künstlich hergestellt wie z.B. Menthol, Eukalyptol oder Zitral.
  • Künstliche Aromastoffe werden künstlich hergestellt wie z.B. Ethylvanillin.


"Natürlich" bedeutet nicht, daß ein natürliches Aroma, das nach Himbeeren schmeckt tatsächlich aus Himbeeren gewonnen wurde. In aller Regel handelt es sich um einen Zederholzölextrakt. "Natürliches" Aroma, das typisch nach "Apfel" schmeckt wird beispielsweise aus Tagetesöl, Weinfuselöl, Hefeöl-Destillat, abgerundet mit etwas biotechnologisch hergestelltem Äthylacetat gemixt. Andere "natürliche" Aromen mit Geschmacksrichtungen wie Pfirsich, Kokos, Nuß oder Bratkartoffel werden biotechnologisch aus Schimmelpilzkulturen gewonnen. "Natürliche" Aromen mit Fisch oder Käsenote aus enzymatisch abgebauten Fischabfällen und Käseresten.

Zur Zeit gibt es etwa 600 natürliche und ca. 4.200 naturidentische Aromastoffe
 

Konservierungsstoffe

Echten Kaviar z. B. sollten Sie nur in Maßen genießen. Denn hochgiftige Borsäure (E 284) konserviert diese Delikatesse. Bei Vergiftungserscheinungen durch Borsäure und ihre Salze, Borate (E 285), ist kein Gegenmittel bekannt. Die Substanzen reizen Augen, Haut und Atemwege. Bei wiederholtem Hautkontakt können sie sogar Dermatitis hervorrufen. Borsäure reichert sich im Körper an und kann zu Organschäden an Leber, Nieren oder dem Magendarmtrakt führen. Im Tierversuch wurde auch eine Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit beobachtet. 
Benzoesäure (E 210) und ihre Salze (E 211 bis 213) haben bedenkliche Nebenwirkungen. Sie belasten den Leberstoffwechsel. Bei Menschen, die an Asthma, Heuschnupfen oder Hautallergien leiden, kann Benzoesäure allergische Reaktionen auslösen. Vorsicht auch bei Haustieren: Für Katzen können bereits geringste Mengen tödlich sein. Deshalb sollten Sie die Reste Ihres Fischsalates nicht an Ihre Haustiere verfüttern. In Hunde- und Katzenfutter ist Benzoesäure verboten. Weitere Verbindungen der Benzoesäure sind die so genannten PHB-Ester (E 214 bis 219), die auch gefäßerweiternd wirken. 
Schwefeldioxid (E220) und seine Verbindungen (E 221 bis E 228) finden Sie vor allem in Weißwein, Trockenfrüchten und Kartoffelerzeugnissen. Schwefeldioxide behindern die Aufnahme von Vitamin B1 aus der Nahrung und lösen bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen und Übelkeit aus. Auch Gesunde sollten nicht mehr als zirka 50 Milligramm Schwefeldioxide pro Tag zu sich nehmen. In süßen Weißweinen sind oft bis zu 400 Milligramm pro Liter enthalten, mit einem guten Achtel Wein kommen Sie also unter Umständen schon an die Höchstmenge. Besser: trockener Rotwein! 
Asthmatiker sollten besonders vorsichtig sein: Schwefeldioxide können das so genannte "Sulfit-Asthma" auslösen. Todesfälle durch allergische Reaktionen sind bekannt. 
Biphenyl (E 230), Orthophenylphenol (E 231) und Natrium-
Orthophenylphenolat (E 232) sind eigentlich Pestizide, sie werden aber auch verwendet, um Zitrusfrüchte am Schimmeln und Faulen zu hindern. Nur ein Teil der Stoffe wird von der Fruchtschale aufgenommen, beim Anfassen behandelter Früchte kommt der Stoff an die Haut. Waschen Sie sich deshalb nach dem Apfelsinen schälen gründlich die Hände! Geringe Mengen können durch die Fruchtschale auch ins Fruchtfleisch gelangen. 
Zu den Konservierungsstoffen für Zitrusfrüchte und Bananen gehört auch Thiabendazol (E 233), wobei Bananen nicht gekennzeichnet werden müssen! Thiabendazol wird auch als Pestizid (z. B. bei Kartoffeln und Kernobst) und als Arzneimittel (z. B. gegen Würmer im Darm) eingesetzt. Über die Wirkungen von Thiabendazol sind wenig Untersuchungen veröffentlicht, eine abschließende Bewertung der Giftigkeit des Stoffes ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand deshalb zur Zeit nicht möglich.
Biphenyl (E 230), Orthophenylphenol (E 231), Natrium-Orthophenylphenolat (E 232) und Thiabendazol (E 233) erwiesen sich im Tierversuch als Krebs erregend. Beim Menschen können hohe Dosen Wachstumsstörungen, verminderte Fruchtbarkeit und Nierenschädigungen verursachen.

Unter der Aufsicht der „grünen Verbraucherministerin Künast“ wurden bei einigen Pestiziden die Grenzwerte nach oben verändert. Zum Schutz der Verbraucher?

Information: Pestizide in Lebensmittel. Report München vom 29.11.2004
http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2004/00198/

Nitrite (E 249 und E 250) und Nitrate (E 251 und E 252) verwendet man zusammen mit Salz zum Pökeln von Fleisch, Nitrate können auch in Käse enthalten sein. Nitrite und Nitrate sind, wenn sie erhitzt wurden, Krebs erregend. Achten Sie deshalb bei Ihrem Pizzabelag oder der Grillwurst darauf, dass kein "Nitritpökelsalz" enthalten ist. Doch auch unerhitzt sind Nitrate und Nitrite mit Vorsicht zu genießen: Bei der Verdauung entstehen aus ihnen Krebs erregende Nitrosamine. Akut schädlich sind Nitrate für Kinder. Sie vermindern die Sauerstoffaufnahme im Blut, so dass Blausucht entstehen kann.

Brot und Backwaren enthalten häufig Fettsäuren mit schimmelhemmender Wirkung, die möglicherweise Krebs erregend sind: Bei Propionsäure (E 280), Natriumpropionat (E 281), Calciumpropionat (E 282) und Kaliumpropionat (E 283) traten im Tierversuch krebsähnliche Veränderungen des Vormagens auf.

In Babynahrung dürfen Propylgallat (E 310), Octylgallat (E 311), Dodecylgallat (E 312), Butylhydroxyanisol (E 320) und Butylhydroxytoluol (E 321) nicht enthalten sein, sie finden sich aber in typischen Kinderartikeln, wie Knabberzeug, Marzipan, Nougat oder Fertigsuppen. Diese Stoffe verhindern den Verderb von Lebensmitteln, indem sie die Oxidation hemmen. Insbesondere Propylgallat kann bei Säuglingen zur lebensbedrohlichen Blausucht führen. Im Tierversuch beeinträchtigten Gallate auch die Infektabwehr.
 

Lebensmittelimitate
sind Nahrungsmittel, die durch eine untypische Zusammensetzung geeignet sind, ein herkömmliches Produkt zu imitieren.
Wegen ihrer äußerlichen und geschmacklichen Ähnlichkeit zu den Originalen sind Lebensmittelimitate für den Verbraucher oft schwer zu erkennen. Eine ordnungsgemäße Kennzeichnung aller Lebensmittelinhaltsstoffe ist deshalb von besonderer Bedeutung
 

Lebensmittelverunreinigungen

Vergiftungserscheinungen infolge Aufnahme verunreinigter, giftiger, zersetzter oder bakteriell infizierter Nahrungsmittel.

Am häufigsten kommen bakterielle Verunreinigungen vor. Die Bakterien (Salmonellen (Salmonellosen), Staphylokokken) infizieren z.B. Fleisch, Milch und Milchprodukte, Salate, Eier, Speiseeis, Meeresfrüchte. Die Krankheitssymptome werden teils durch die Bakterien selber, teils durch deren freigesetzte Gifte hervorgerufen. 
Chemische Gifte können z.B. Metalle aus Kochgeräten oder Umweltgifte sein.
Natürliche Gifte sind z.B. enthalten in Pilzen und in mutterkornhaltigem Getreide. In Hülsenfrüchten muss das natürlich enthaltene Gift erst durch ausreichend langes Kochen zerstört werden. Kartoffeln enthalten ein natürliches Gift nur, falls sie grün aussehen. Dieses Gift lässt sich auch durch Kochen nicht zerstören. Die grünen Teile müssen entfernt werden.

Designer Food
Diätetische Nahrungsmittelzusätze zur Steigerung der körperlichen und geistigen Aktivität, Verlängerung des Lebens und Verzögerung des Alterungsprozesses.

Fast Food
Kurzbezeichnung für alle gastronomischen Produkte, bei denen zwischen Bestellung und Erhalt der verzehrfähigen Mahlzeit nicht mehr als 10 Minuten vergehen.
Typische Fast Food- Menüs wie Hamburger, Pommes frites, Tiefkühl-Pizza und andere Fertiggerichte sind kalorienreich, gleichzeitig jedoch arm an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen essentiellen Nährstoffen. Diese Mangelernährung kann Erkrankungen fördern und durch die Unterversorgung mit essentiellen Nährstoffen somatische und psychische Störungen auslösen.

Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel
Die Landwirte haben keine Verpflichtung den Acker mit gentechnisch manipuliertem Saatgut zu kennzeichnen. Die Ernte darf sogar mit herkömmlichem Mais vermischt und für Nahrungs- und Futtermittel verwendet werden.

Die freigegebenen Gen-Pflanzen können Spritzmitteln widerstehen oder tragen ein Gift gegen Insekten in sich. Besonders umstritten ist eine Mais-Sorte mit einem Gen für die Resistenz gegen Antibiotika. Wenn Tiere mit dieser Sorte gefüttert werden, könnten Antibiotika bei ihnen unwirksam werden. Ein anderer Gen-Mais ist gegen das Pestizid "Basta" resistent. Entgegen der eigentlichen Absicht benötigt er mehr Spritzmittel als herkömmliche Sorten.

Bereits in den letzten Jahren erteilte das Sortenamt ähnliche Genehmigungen. Greenpeace konnte einige der Felder mit genmanipulierten Saaten entdecken, eine flächendeckende Übersicht fehlt jedoch. Die EU sieht zwar die Möglichkeit eines öffentlich zugänglichen Registers aller Gen-Felder vor. Deutschland hat ein solches Gesetz bislang jedoch nicht umgesetzt. Nun erwartet Greenpeace vom Verbraucherschutzministerium mindestens Maßnahmen, um die Landwirte zu warnen, die auf angrenzenden Feldern wirtschaften. 

"Die Konzerne wissen, dass die Verbraucher Gentechnik im Essen ablehnen", kommentiert Christoph Then, Gentechnik-Experte bei Greenpeace, den Vorfall. "Jetzt soll sie uns auf diese Weise untergeschoben werden. Gentechnik gehört nicht auf den Acker, nicht in den Futtertrog und nicht auf den Teller. Für die Sicherheit der Saaten kann niemand garantieren.

Seit Wochen führt Verbraucherministerin Künast Gespräche mit der Industrie, Verbrauchern und Umweltschützern über die Zukunft der Gentechnik auf dem Acker. Gleichzeitig will die Industrie einfach Fakten schaffen und die Öffentlichkeit hintergehen, indem sie heimlich Gen-Mais anbaut."

Heimlich, still und leise wachsen in Italien gentechnisch veränderte Kirschen, Kiwis, Oliven, Auberginen, Reis, Mais und Soja. Die genmanipulierte Aussaat ist in Italien bisher kein öffentliches Thema. Italien hat sich bisher beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit hinter Frankreich Platz zwei in der EU bei Freilandexperimenten mit gentechnisch veränderten Obst und Gemüse erobert.
 

Gene sollen auch als „natürliche Abwehrsubstanzen“ von Bakterien, Insekten oder anderen Organismen in Kulturpflanzen eingebaut werden, um ihre Resistenz gegen Schädlinge zu stärken. So wurde Tomaten z.B. das Gen des Bacillus thuringensis, für ein Endotoxin eingepflanzt, welches bei Schmetterlingsraupen die Darmschleimhaut zersetzt. Um die Resistenz gegen krankheitserregende Viren zu stärken, wurden Tomaten und Kartoffeln mit dem Gen für das Hüllprotein des Tabak-Mosaik-Virus ausgestattet, wodurch die Vermehrung des Virus gestört wird. In Deutschland wurden derartig veränderte Pflanzen bislang nicht zugelassen, in anderen EG-Ländern und den USA wurden sie jedoch schon zu Versuchszwecken freigesetzt. Die Gefahren ihrer Anwendung sind bislang allerdings noch weitgehend ungeklärt.
 

Meldung
Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung hält es für möglich, dass BSE-Erreger auch über Böden und Weiden übertragen werden können. 
Es gebe einen "wissenschaftlich begründbaren Verdacht, dass infektiöse Biomoleküle längere Zeit im Boden überleben" können. Das Risiko einer BSE-Übertragung aus Böden könne folglich nicht völlig ausgeschlossen werden. 
Die BSE-Forschung habe sich bisher nur auf Tiere, Fleisch und Tiermehl konzentriert. "Wir haben den Boden völlig vergessen", sagt Professor Dietrich Henschler.

Meldung
"Gesunde Nahrungsmittel brauchen saubere Böden", sagte er zum Auftakt einer gemeinsamen Anhörung von Bundesumweltministerium und Bundesverbraucherministerium (BMVEL) über Düngemittel und deren Verwendung, die im Oktober 2001 in Bonn stattfand. Der Staatssekretär im Bundesverbraucher- ministerium, Alexander Müller, wies auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung der Düngemittel, vor allem von Klärschlamm, im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes hin. Mit Blick auf die Massentierhaltung und das Verbrennen von Wirtschaftsdünger als Abfall sagte er: "Unsere Nutztiere müssen so gehalten und ernährt werden, dass der anfallende Wirtschaftsdünger im Rahmen der natürlichen Kreislaufwirtschaft ausgebracht werden kann. Diese Jahrhunderte alte Praxis muss wieder ein zentrales Leitbild unserer Tierproduktion werden", so Müller.

Die Anhörung geht zurück auf einen Beschluss der gemeinsamen Konferenz der Agrar- und Umweltminister von Bund und Ländern vom 13. Juni 2001. Der Beschluss unterstreicht die Notwendigkeit einer nachhaltigen Produktion sicherer und hochwertiger Lebensmittel im Sinne einer zukunftsfähigen Agrar- und Verbraucherpolitik. Es dürfe, so der Beschluss, durch Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie Aufbringung von Klärschlamm, Gülle, mineralischem Dünger oder Bioabfällen zu keiner Anreicherung von Schadstoffen im Boden kommen. Ziel der Anhörung, an der zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland teilnehmen, ist es, Wege zur Begrenzung der Einträge von Schwermetallen und organischen Schadstoffen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen zu finden. Daneben sollen auch die Risiken durch Belastungen des Bodens mit hormonell wirkenden Stoffen bewertet werden. Das Umweltbundesamt hat während der Anhörung eine Publikation zu Grundsätzen und Maßstäben für eine Schadstoffminderung vorgestellt. Dabei wurde die Verwendung von Klärschlamm, Gülle, mineralischem Dünger und Kompost unter dem Aspekt des vorsorgenden Bodenschutzes betrachtet.

BMU und BMVEL beabsichtigen, nach der Anhörung gemeinsam mit den Ländern zu entscheiden, ob und in welchem Umfang Einschränkungen oder ein Verbot des Aufbringens von Klärschlämmen auf Ackerflächen - wie von einigen Bundesländern gefordert - aus Sicht des Umwelt- und Verbraucherschutzes geboten erscheinen. Auch für andere Arten von Wirtschaftsdünger, darunter Gülle, soll die Notwendigkeit von Beschränkungen erörtert werden. Die Bundesregierung beabsichtigt, nach der Anhörung Änderungen an der Klärschlammverordnung und im Düngemittelrecht vorzunehmen. Für nicht verwertbare Klärschlämme müssten alternative Entsorgungswege beschritten werden.

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Schadstoffe auf unserer Haut

Wer weiß heute schon noch, was eine Naturfaser ist, und was reine Chemie. Immer neue Textilien werden hergestellt und mit immer mehr Chemikalien versetzt, um die gewünschten Trageeigenschaften zu erreichen. Natur ist schon lange nicht mehr pur und was vom Anbau bis zur Produktion von Kleidungsstoffen so alles dazukommt, außer dem natürlichen Rohstoff, ist nicht einmal dem Hersteller Ihrer Bekleidung bekannt. Was z.B. noch beim Anbau oder Lagerung Bakterien und Schimmelpilze tötet, wird über die Haut aufgenommen und kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken.
Es gibt knitterfreie Seide, Stoffe, die wie getragen aussehen, obwohl sie neu sind und vieles mehr. 

Farbe: Hersteller verwenden Dispersionsfarbstoffe (Dispersion = Verteilung), um Chemiefasern, manchmal auch Baumwolle, gleichmäßig zu tönen. Die Farben lösen sich aus glatten synthetischen Fasern schneller als aus natürlichen.

Optische Aufheller verleihen dem Stoff strahlendes Weiß. Die Gewässerbelastung ist groß. Außerdem kommt es immer wieder zu Hautallergien.

Weichmacher sorgen für geschmeidigen Griff. Sie können aber Ekzeme auslösen.

Anti-mikrobielle Ausrüstung hemmt Fußpilz, Schimmel und Körpergeruch, enthält dafür auch allergene Stoffe, u. a. organisch Zinnverbindungen:
TBT (Tributylzinn): Das kürzlich in Sportler-Trikots entdeckte TBT steht im Verdacht, bei der Berührung mit der Haut schon in sehr geringen Mengen das Immun- und Hormonsystem zu beeinträchtigen. TBT wird als Desinfektionsmittel und Fungizid in Textilien eingesetzt. 
DBT (Dibutylzinn): Die äußerst giftige Substanz, die in der Landwirtschaft auch als Pestizid eingesetzt wird, entdeckte man Anfang 2000 bei Untersuchungen im Auftrag der Zeitschrift "Öko-Test" in T-Shirts. DBT wird neben seiner desinfizierenden Wirkung auch als Hitzestabilisator in Textilien eingesetzt. DBT kann das Immun- und Hormonsystem schädigen.

Hochveredelung und Pflegeleicht-Ausrüstung: Die organischen Verbindungen Formaldehyd und Glyoxal machen Textilien pflegeleicht. Meist behandelt man damit Chemiefasern auf Zellulose-Basis. Formaldehyd und Glyoxal sind in Kunstharzen enthalten, in die der Stoff getränkt wird, um Knittern und Einlaufen zu verhindern. Das Formaldehyd aus Harz kann zum Beispiel der Körperschweiß freisetzen.

Konservierung der Textilien: Die Verwendung des Fungizids Pentachlorphenol (PCP) ist bei uns verboten. In machen Ländern wird PCP jedoch weiterhin verwendet. Daher wurden bei Import-Textilien immer wieder hohe PCP-Werte festgestellt. Weiteres Problem: Häufig wird PCP durch ebenfalls giftige Chemikalien ersetzt.

Ebenfalls problematisch sind die in vielen Lederwaren nachgewiesenen Chromsalze. Das wichtigste Mittel für 80% des Bekleidungsleders. Ledertests haben in Deutschland überschüssige Chromsalze nachgewiesen, die in direkten Kontakt mit der Haut geraten können.

Man setzt zum Gerbungsprozess Chrom-III-Salze ein, die Allergien verursachen können. Chrom-VI ist höchst allergen und gilt als krebserregend.

Über 2.000 verschiedene Azo-Verbindungen (Farbstoffe) sind bekannt und werden zur Lederherstellung eingesetzt. Einige dieser gesundheitsgefährdenden Stoffe kann der Körperschweiß aus Leder und Textilien lösen, bestimmte Bakterien der Haut bauen sie zu krebserzeugenden Aminen ab. Die Amine wiederum können durch die Haut in den Körper gelangen.

Weitere Materialien: Reißverschlüsse und Knöpfe bestehen meist aus Nickel. Nickel verursacht Allergien.

Aluminium (Aluminium Chlorohydrate)
Brustkrebsauslöser Nr 1- Aluminium. (In 99 % der Deos ENTHALTEN)
Ein metallisches Element, das vielfach bei der Herstellung von Flugzeugbauteilen und Prothesen sowie als Bestandteil von schweißhemmenden Mitteln, säurewidrigen Mitteln und Antiseptika verwendet wird. Aluminium wird mit der Alzheimer-Krankheit und mit Brustkrebs in Verbindung gebracht. 
 

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Behandlung und Prävention in der Praxis für 

Ganzheitsmedizin und gesundheitliche Vorbeugung
Naturheilverfahren - Umweltmedizin - Psychotherapie

Klaus J. Benner
Heilpraktiker