Problembereiche
in unserer Umwelt
Die wichtigsten verursachenden
Einflüsse
Bei den hier aufgeführten
Informationen
ist aus den möglichen Expositionen und den darauf beruhenden
Gesundheitsstörungen
nur ein Bruchteil der vorhandenen Möglichkeiten, die ich Ihrer
kritischen
Betrachtung vorstellen möchte, dargestellt. Sie erheben nicht den
Anspruch auf Vollständigkeit.
i
i
Wasser
Luftverschmutzung
und
UV- Strahlung
Boden
Lärm
Elektrosmog
und
Geobiologie
Schadstoffe
im Haus
Belastungen
am Arbeitsplatz
Schadstoffe
in unserer Nahrung
Schadstoffe
auf unserer Haut
i
i
i
ii
i
i
i
Wasser
Wasser ist das wichtigste
Lebensmittel.
Schadstoffbelastungen wirken sich unmittelbar aus.
Grundwasser
Durch die Landwirtschaft werden
verstärkt
aus überdüngten Flächen Nitrate in das Grundwasser
eingebracht.
Auch Schwermetalle und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
konnten
schon im Grundwasser nachgewiesen werden.
Durch Unfälle beim Transport
von
Umweltgiften oder durch schadhafte Lagerung und undichte
Sondermülldeponien
gelangen diese Gifte in tiefere Bodenschichten und können auch so
in das Grundwasser gelangen. In den letzten Jahrzehnten ist es in
vielen
Gebieten zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels gekommen. Aus
diesem
Grund wird immer öfter zur Erstellung von Trinkwasser Grundwasser
mit Oberflächenwasser vermischt.
Trinkwasser
Obwohl in den Industrieländern
die
Trinkwasserqualität in der Regel sehr hoch ist, kommt es auch in
diesen
Bereichen durch Schadstoffe zu Gesundheitsbeeinträchtigungen.
Schadstoffbelastungen im Trinkwasser
entstehen
häufig durch die Vermischung von Grundwasser mit
Oberflächenwasser.
Das Oberflächenwasser aus Seen und Talsperren ist zwar nur gering
belastet, muss aber vorher gereinigt und entkeimt werden. Flusswasser
ist
oft sehr stark mit Schadstoffen verunreinigt und der Aufwand, mit dem
es
gereinigt werden muss, ist sehr hoch. Zu den am häufigsten
nachgewiesenen
Schadstoffen gehören Pestizidrückstände, Nitrat und
Schwermetallionen.
Viele Verunreinigungen des
Trinkwassers
entstehen durch das Material der Rohrleitungen. Das Material der
Rohrleitungen
und das Wasser reagieren miteinander: weiches Wasser oder auch saures
Wasser
kann Metallionen aus den Leitungen lösen. Hartes Wasser bildet auf
der Rohroberfläche eine Schutzschicht. Hauptbelastungen dieser
Quelle
bestehen aus Blei, Kupfer und Asbest. Das im Wasser gelöste Asbest
ist, im Vergleich zum eingeatmeten Asbest, nur gering
gesundheitsschädlich.
Bleirohre, die noch in Altbauten vorzufinden sind, werden heute nicht
mehr
verwendet. Bleivergiftungen können auch aus bestimmten
Keramikglasuren
entstehen. Insbesondere Fruchtsäfte lösen das Blei schnell
aus
den Glasuren. Bei den meisten Glasuren werden deshalb heute, besonders
bei Essgeschirr, keine bleihaltigen Glasuren mehr verwendet.
Badewasser
Bei natürlichen Gewässer
sind
die natürlichen Selbstreinigungskräfte des Wassers in der
Lage, viele Abwasserschadstoffe abzubauen. Bedenklich ist es, wenn in
der
Nähe von Badestellen Abwassereinleitungen stattfinden.
Das Wasser in Freibädern und
Hallenbädern
unterliegt einer strengen Kontrolle. Hier sind die Badenden selbst
meistens
die Ursache für Verunreinigungen. Insbesondere Mikroorganismen und
Viren können so eine Infektionsquelle sein. Häufig werden
übertragen:
- Fußpilz
- Warzen
- Durch bestimmte Bakterien
hervorgerufene Infektionen
der Haut und des Gehörgangs.
- Augenbindehautentzündungen
In seltenen Fällen kommt es zu
einer
Verunreinigung durch Mykobakterien oder Legionellen
Abwasser
Je nach Herkunft, sind es
unterschiedliche
Schadstoffe:
- Im Haushaltabwasser sind
Belastungen mit Fäkalien,
Reinigungsmitteln und Speiseresten vorherrschend.
- Industrielles Abwasser
enthält, je nach
Industiebereich, unterschiedliche Schadstoffe.
- Kommunale Abwässer sind
häufig durch
Streusalz und Mineralöl verunreinigt.
- Abwasser steckt voller
Arznei.
Die Abwässer
von Kläranlagen enthalten erhebliche Rückstände von
Arzneimitteln,
Diagnostika und Desinfektionsmitteln. Ein besonderes Risiko stellen vor
allem Antibiotika dar. Einige Antibiotika sind biologisch nicht
abbaubar.
Ihre Anreicherung im Klärschlamm kann zu Resistenzbildung von
Bakterien
beitragen.
Durch den Kontakt mit Abwasser
können
verschiedene infektiöse Erkrankungen übertragen werden.
Häufig
sind Typhus, Paratyphus, Bakterienruhr und Cholera. In den
Industrieländern
kommen diese Erkrankungen so gut wie überhaupt nicht vor. Durch
Abwasserklärung
und Reinigung werden die Schadstoffe beseitigt, bevor das Wasser erneut
genutzt wird.
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Luft
Smog, Chemikalien,
Radioaktivität,
die Atemluft kann vielfältig belastet sein.
Zu den wichtigsten gasförmigen
Schadstoffen
in der Luft gehören: Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NO), NO2),
Schwefeloxid
(SO2), Benzol, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW),
Fluorkohlenwasserstoffe
(FKW), Kohlendioxid (CO2), Ozon. Außerdem können in der Luft
feste Teilchen wie Asche und Ruß, Stäube mit metallischen,
organischen
oder mineralischen Bestandteilen und radioaktive Stäube und Gase
enthalten
sein. Die Stäube können so fein sein, das sie in der Lunge in
die Blutbahn aufgenommen werden können.
Eine spezielle Gefährdung
geht vom Smog
aus der im Sommer durch Autoabgase und Sonneneinstrahlung entsteht und
den Wintersmog der durch die Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe
entstehen
kann. Smog kann erhebliche Gesundheitsgefährdungen mit sich
bringen
und sogar für viele, besonders ältere Menschen den Tod
bedeuten.
Gesundheitsgefährdungen
durch Luftverschmutzung
können sehr vielfältig sein.
Durch Luftverschmutzung,
Ozonbelastung
und Smog kommt es zu einem vermehrten Auftreten von:
- Erkrankungen der Atemwege
wie
Reizhusten,
Asthmaanfällen, schmerzhafte Atmung bei Belastungen,
eingeschränkte
Belastbarkeit.
- Augenbrennen und
Augenjucken,
vermehrter Tränenfluss
- Verstärkung der
Symptomatik
von allergischen
Erkrankungen der Atemwege wie Heuschnupfen und Asthma.
- Herz-Kreislaufkomplikationen
bei
vorherigen
Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Hypertonie,
Herzinsuffizienz.
Es kann möglicherweise ein
erhöhtes
Krebsrisiko entstehen und inhalierte Moleküle können
über
die Nasenschleimhaut ins Gehirn gelangen und entsprechende
Gesundheitsgefährdungen
bewirken (Immuno- und Neurotoxität von Xenobiotika).
Klima
Ozonloch, Waldsterben und
Treibhauseffekt.
Luftverschmutzung und Klimaveränderung haben nicht nur Auswirkung
auf Flora und Fauna sondern auch auf dem Menschen.
UV-Strahlung
UV-Strahlen dringen unterschiedlich
tief
in die Haut ein und bewirken verschiedene Veränderungen.
Bei einer chronischen UV-Belastung
der
Haut werden eine Menge Fehler in den Genen der Haut produziert. Ein
Sonnenbad
am Nachmittag erzeugt z. B. soviel Energie, dass davon fünf
100-Watt
Glühbirnen leuchten könnten. Das Reparatursystem arbeitet auf
Hochtouren, kann aber nicht alle Fehler reparieren. So kann es zur
Entwicklung
von Hauttumoren kommen.
Andererseits darf die Haut nicht
vollständig
vor der Sonne geschützt werden. Ein lebenswichtiger Stoff, das
Vitamin
D, wird zum Teil in der Haut hergestellt. Dazu wird aber die
UV-Strahlung
gebraucht. Wird der menschliche Körper nie der Sonnenstrahlung
ausgesetzt,
kann es zum Vitamin-D-Mangel kommen. Die Folge kann eine Rachitis sein,
das ist eine schwere Erkrankung des Skelettsystems.
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Boden
Je nach Verunreinigung können
vom
Boden unterschiedliche Gefährdungen ausgehen.
Stadtböden und
Spielplätze
sind besonders häufig durch Hundekot verunreinigt. Daraus
entstehen
besonders für Kinder gefährliche Infektionsquellen.
Auswaschungen
bleihaltiger Farben von Häuserdächern und Fensterrahmen
können
zu erhöhten Bleiwerten in Böden führen. Auch Belastungen
durch Metalle und Kraftfahrzeugemissionen sind möglich.
Landwirtschaftlicher Boden
kann unterschiedlich belastet sein und Schadstoffe können sich in
landwirtschaftlichen Erzeugnissen anreichern. Die Anreicherungen in
Nahrungsmittel
entstehen aber häufiger durch Luftverschmutzung, als durch
Bodenbelastungen.
Nitratbelastungen entstehen vielfach durch das Düngen mit
Gülle.
Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftliche oder
gärtnerisch
genutzte Böden, der vielfach mit Schwermetallen und organischen
Chlorverbindungen
belastet sein kann, ist verboten. Erhöhte Radioaktivität, wie
sie z. B. nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl aufgetreten ist, kann
zu
einer erheblichen Belastung des Bodens führen.
Der Boden alter
Fabrikgelände
oder Deponien kann mit den unterschiedlichsten Giften belastet
sein. Dazu gehören u. a. Mineralöle, Cyanide und
Kohlenwasserstoffgemische.
Eine unmittelbare Gefährdung ist meistens nicht vorhanden, solange
sich niemand auf diesen Geländen aufhält und die Gifte nicht
in das Grundwasser gelangen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass
sich Menschen unerlaubt auf solchen Geländen aufhalten. Diese sind
dann akut gefährdet. Wird auf diesen Böden gebaut, ohne das
sie
vorher entgiftet werden, so können die Ausdünstungen zu
Belastungen
und Gefährdungen unterschiedlichen Ausmaßes
führen.
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Lärm
Lärm ist eines der
größten
umweltmedizinischen Probleme mit oft irreparablen Schädigungen.
Gesundheitsschäden durch
Lärm
können vielfältig sein. Neben vorübergehenden
Beschwerden
kann es auch zu dauerhaften Erkrankungen kommen. Insbesondere
langanhaltende
Lärmbelastungen können zu einer Lärmschwerhörigkeit
führen. Sie ist die in Deutschland häufigste Berufskrankheit.
Bei einem akuten Lärmtrauma
können
innerhalb von Sekunden dauerhafte Hörstörungen auftreten. Bei
einem hohen Schallpegel von über 120 dB kann die Schalldruckwelle
Schädigungen im Innenohr verursachen. Eine anfangs leichte
Schädigung
kann sich deshalb später weiterentwickeln.
Bei erhöhten Lärmpegeln
von
über 85 dB reagiert der Körper mit einer vermehrten
Ausschüttung
von Adrenalin. Dadurch wird der Herzschlag beschleunigt und der
Blutdruck
steigt. Das Risiko, eine Herz- Kreislauf- Erkrankung zu entwickeln, ist
in lärmexponierten Gebieten, z. B. in der Umgebung von
Flughäfen,
erhöht. Neben dem Rauchen, ist der Lärm der zweitwichtigste
Risikofaktor
für einen Herzinfarkt am Arbeitsplatz.
Nachgewiesen sind auch durch
Lärm
induzierte Schlafstörungen. Die REM- Schlafphasen sind geringen.
Der
Schlaf ist nicht mehr so erholsam.
Eine wichtige Beeinträchtigung
durch
Lärm ist die Störung der Kommunikation. Das betrifft sehr
häufig
ältere Menschen, die Probleme haben, in einer lauten Umgebung
gesprochene
Sprache zu verstehen. So kann Lärm zu einer verstärkten
Isolation
führen.
Lärm hat auch psychische
Auswirkungen.
Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Ebenso kann das
Kurzzeitgedächtnis
beeinträchtigt sein. Die psychischen Wirkungen sind individuell
sehr
unterschiedlich, weil jeder Mensch unterschiedlich belastbar ist.
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Elektrosmog
und Geobiologie
Geobiologie
Unter diese Rubrik fallen
sämtliche
Fragen, die mit den Problemen des Schlaf- und auch Arbeitsplatzes
zusammenhängen.
Man könnte es auch als individuelle Standortproblematik
bezeichnen.
Im Volksmund und in der Biologischen Medizin zählen dazu
Wasseradern
Verwerfungen Gitternetze (Hartmann und Curry), im weiteren Sinn auch
Elektrofeld-Belastungen
Baubiologie
Es dürfte verständlich
sein,
dass ein gesundes Wohnumfeld eine entscheidende Rolle für seine
Bewohner
spielt.
Zu den belastenden "Umfeld-Faktoren"
gehören:
Teppiche, Tapeten, Anstriche,
Farben,
Möbel, Lacke, Gardinen, Betten, etc.
Weiterhin: Elektrofelder in der
Nähe
des Schlaf-, aber auch Arbeitsplatzes (sog. Elektro-Smog), etc.
(siehe auch: Schadstoffe
im Haus und am Arbeitsplatz)
1.
Elektrosmog
Der Begriff Elektrosmog beschreibt
das
Phänomen, dass wir infolge fortschreitender Elektrifizierung in
immer
größerem Umfang niederenergetischer elektromagnetischer
Strahlung
ausgesetzt sind, die wir mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen
können.
Die verschiedenen
"Elektrosmog"-Arten:
Elektrische Wechselfelder
Diese entstehen durch eine zwischen
zwei
Polen anliegende Spannung. Je näher diese Pole sich
gegenüberliegen
und je höher die Spannung zwischen ihnen ist, desto höher ist
auch die sich zwischen ihnen bildende elektrische Strahlung. Somit muss
für elektrische Strahlung kein Strom fließen, d.h.
auch
wenn Sie z.B. Ihre Lampe/Fernseher etc. ausgeschaltet haben ist die
elektrische
Strahlung dennoch in voller Stärke vorhanden! Jedes Kabel
(besonders
die versteckten Kabel im Mauerwerk) ist eine potentielle
Strahlungsquelle.
Ausschlaggebend ist hierbei sowohl
die
elektrischen Feldstärke in (V/m) als auch die Frequenz in (Hz) des
elektrischen Feldes.
Magnetische Wechselfelder
Diese entsteht, wenn durch einen
Leiter
Strom fließt. Je höher dieser Strom ist und je näher
die
Leiter zueinander angeordnet sind desto höher ist die
elektromagnetische
Strahlung die entsteht. Ausschlaggebend ist hierbei die sog.
magnetischen
Flussdichte (nT) und die Frequenz (Hz).
Quellen von Elektrosmog
sind
v.a. das 230-V-Stromnetz und elektrische Geräte (s.u.).
Welche Folgen Elektrosmog auf die
Gesundheit
des Menschen hat, ist noch ungenügend erforscht. Einige
Wirkmechanismen
sind bekannt, so führt elektromagnetische Strahlung im Radio- und
Mikrowellenbereich zur Erwärmung des Gewebes. Im niederfrequenten
Bereich erzeugen elektrische und magnetische Felder Ströme im
Körper,
deren Auswirkungen nur ungenügend geklärt sind. Seit etwa 15
Jahren werden vermehrt subtile biologische Effekte, wie z.B.
Einflüsse
auf die Proteinsynthese, stressähnliche Wirkungen auf Hormonsystem
und auf Zellmembran diskutiert.
Wie sich Elektrosmog aber konkret
auf
die Gesundheit auswirkt, kann mit heutigem Wissensstand nicht klar
beantwortet
werden. Erste Anhaltspunkte bieten die sog. elektrosensiblen Menschen.
Untersuchungen nach reagieren etwa 4% der Bevölkerung besonders
empfindlich
auf Elektrosmog. Bei solchen Menschen genügt oftmals eine
Stromleitung
oder ein Radiowecker im Schlafbereich, um Störungen wie
Schlafprobleme,
Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder chronische Erkrankungen, für
die Ärzte keine Erklärung finden, auszulösen.
Epidemiologische Studien weisen u.a.
auf
ein erhöhtes Leukämierisiko für nahe bei
Hochspannungsleitungen
lebende Kinder, ein erhöhtes Krebsrisiko (Leukämie,
Hirntumore,
Lymphome) für Arbeiter aus Elektroberufen und erhöhte
Fehlgeburtenrate
bei Bildschirm-Arbeiterinnen hin. Die meisten Studien zeigen zwar
erhöhte
Gesundheitsrisiken durch Elektrosmog, doch sind die gefundenen Effekte
in der Regel klein und die Studien methodisch nicht immer unumstritten.
Problematisch sind auch die fehlenden Langzeituntersuchungen.
Schließlich wurden die Folgen
von
Elektrosmog auch im Tierversuch untersucht. Bei Hühnereiern, die
niederfrequenten
Magnetfeldern ausgesetzt wurden, zeigte sich eine signifikante
Erhöhung
von Todesraten und Missbildungen.
Auch bevor die vielschichtigen
Wirkmechanismen
des Elektrosmog vollständig verstanden sind, sollte aus
Vorsorgegesichtspunkten
die Belastung durch Elektrosmog Ernst genommen und, wo möglich,
reduziert
werden. Besonders wichtig ist dabei der Schlafbereich, der z.B. durch
netzgetriebene
Radiowecker, Stromleitungen (Netzfreischalter, abgeschirmte Kabel),
elektrische
Heizdecken oder magnetisierte Federkernmatratzen belastet sein
kann.
Die 1991 und 1992 neu aufgelegten
deutschen
VDE-Grenzwerte für Elektrosmog-Belastungen liegen im
internationalen
Vergleich hoch und nehmen das Elektrosmog-Problem im privaten Sektor in
keiner Weise ernst. Basis scheint eher der rechtlich problemlose
Betrieb
von z.B. Hochspannungsleitungen in Wohnbereichen zu sein.
Weitere potentielle Belastungen sind
Fernseher,
Computer-Bildschirme, Mobiltelefone, Halogenlampen und
Sendeeinrichtungen
(Mobiltelefon).
2.
Geobiologie
Die durch geobiologische Faktoren
entstehenden
Störungen aus dem Erdreich nennt man im allgemeinen auch
geobiologische
Störfelder, Störzonen Wasseradern oder auch Erdstrahlen.
Erdstrahlen entziehen sich bisher
allen
Messungen mit herkömmlichen Methoden. Unbestritten ist, dass sie
in
keiner uns bisher bekannten Art "strahlen". Messungen aus jüngster
Zeit ergeben eindeutig, dass es sich weder um regelmäßig
auftretende
Erdmagnetfeldanomalien noch um den regelmäßigen Austritt
radioaktiver
Strahlung oder Strahlen aus dem elektromagnetischen Bereich handelt.
Wie wirken Erdstrahlen?
Erdstrahlen wirken auf biologische
Systeme
und teilweise direkt oder indirekt auf technische Anlagen. Dabei ist zu
beobachten, daß der Körper schon bei kurzer Einwirkung mit
einer
Art Panikreaktion reagiert. Das heißt, daß sich bei der
Messung
der Hautwiderstände diese ständig in großen
Sprüngen
ändern (Diese Tatsache machen sich Rutengänger bei der
Objektivierung
ihrer Mutungsergebnisse zunutze). Auch gibt es unstreitig Plätze
die
dem Körper seine Energie entziehen. An diesen Plätzen
ermüden
Menschen schneller, werden schneller betrunken, erkranken schneller an
Krankheiten und was der Dinge mehr sein mögen. In der Natur kann
man
des öfteren beobachten, daß Bäume, flach am Boden
wachsend,
in einer ungewöhnlichen Drehbewegung nach einer Seite ausweichen.
Hier hat sich im Lauf ihres Wachstums der Untergrund - beispielsweise
eine
Wasserader - verändert. Auch technische Geräte reagieren
gelegentlich
auf Störungen aus dem Untergrund. Haben Sie es vielleicht auch
schon
erlebt, daß Ihr Kofferradio an einer bestimmten Stelle einen
schlechten
Empfang hatte? Wurde dieser besser, nachdem Sie es - bei
gleichbleibender
Sendereinstellung - um einen halben Meter verstellt hatten? Dies kann
an
der, speziell an der an den Rändern von Wasseradern abfallenden,
Ukw-Feldstärke
liegen. Aus der letzten Zeit liegen außerdem Messungen des
Photonenaustritts
behandelter Proben und (besonders prägnant und wichtig) Messungen
der Senkgeschwindigkeit des Blutes vor.
Bei beiden Methoden ist ganz
deutlich zu
sehen, daß diese durch Veränderungen der Standorte
völlig
andere Werte aufweisen.
Ich kann an dieser Stelle nicht
alle Auswirkungen
und Reaktionen aufzählen, denke aber, dass ich Ihnen einige
interessante
Beispiele aus der Natur und Technik aufzeigen konnte.
Machen Erdstrahlen krank?
Zum Glück ist jeder Mensch
anders,
das heißt, nicht jeder Mensch bekommt die gleiche Krankheit nach
der gleichen Einwirkungszeit und dem gleichen Strahlentyp. Dennoch ist
festzustellen, daß die Erkrankungen, an denen Strahlungen
beteiligt
sind, in unserer Zeit immer mehr zunehmen. Zwischenzeitlich kommen zu
diesen
natürlichen Strahlen (auch der Radioaktivität) immer mehr
künstliche,
von Menschen erdachte, dazu. Ob es sich hierbei um Funkwellen,
radioaktive
Elemente, Mikrowellen, elektrostatische Aufladungen oder diverse andere
Ladungen und Ladungsträger handelt, die täglich auf uns
einwirken.
Sie alle wirken auf unseren Körper als Stressfaktoren.
Nicht das einzelne
Strählchen macht
uns krank, es ist die Summe der Elemente, die dieses bewirkt. Daher ist
es auch schwer, Prognosen über eventuell auftretende Krankheiten,
deren Verlauf und den Zeitpunkt Ihres Auftretens abzugeben. Zu guter
Letzt
spielen hier auch noch Dinge wie persönlicher Stress und die
Fähigkeit
mit diesem umzugehen oder ihn abzuleiten, eine wichtige Rolle.
Welche Erdstrahlenarten
gibt es?
Auch wenn jeder Rutengänger
alles
mögliche - und unmögliche - findet, anerkannt von allen
Strahlungsquellen
sind bisher:
- Wasseradern
- Verwerfungen (Spalten,
Klüfte, etc.)
- Globalnetzgitter (=
Hartmanngitter)
- Curry- oder
Wittmannnetz
Hierbei ist zu beachten, daß
sich bisher
nur die drei erstgenannten wissenschaftlich nachweisen lassen.
nach oben
Schadstoffe
im Haus
Aus Wänden und Böden
gasen Giftstoffe
aus.
Tabakrauch enthält
unter anderem
Fomaldehyd, ein farbloses, stechend riechendes Gas, und Nitrosamine,
die
sich aus dem Nitratgehalt des Tabaks bilden. Zigarettenrauch
fördert
Atemwegs- und Gefäßerkrankungen (Raucherbein),
Lungenkrebs, Kreislaufprobleme und Tumoren im Mundbereich.
Es konnten bisher mehr als
4.000 verschiedene
Stoffe aus dem Tabakrauch isoliert werden. Die meisten dieser Stoffe
sind
gesundheitsschädlich. 43 Stoffe können Krebs auslösen.
Personen, die häufig
Tabakrauch ausgesetzt
sind (Passivrauchen), haben wahrscheinlich ebenfalls ein erhöhtes
Risiko für Lungenkrebs. Kinder rauchender Eltern haben ein
erhöhtes
Risiko, an Asthma zu erkranken.
Asbest gast vor allem aus
Fußböden
aus, z. B. aus Vinyl-Belägen. Der Feinstaub von Asbest kann
Atemwegserkrankungen
und Krebs auslösen.
Formaldehyd gast aus
Spanplatten,
Fertigparkett, Desinfektionsmitteln und pflegeleichten Textilien.
Symptome: Reizungen der Atemwege, Kopfschmerzen, Erkältungen und
Schlafstörungen,
eventuell sogar Krebs.
Das giftige Formaldehyd kann sich
überall
verstecken: im Klebemittel, im Sperrholzregal, im Parkettboden oder im
Schaumstoffpolster. Allein die deutsche Industrie produzierte 1998
über
eine Million Tonnen des vielseitigen Reizgases.
Radon, ein in manchen
Baustoffen
und im Erdreich natürlich vorkommendes Edelgas, ist ein
Auslöser
von Lungenkrebs.
Mittel zum Holz- und
Pflanzenschutz
enthalten Chemikalien wie Dichlorvos, Tributylzinnverbindungen (TBT),
Chlornaphthalin,
Pyrethrine und Pyrethroide wie Permethrin, Cyfulthrin, Deltamethrin;
ebenso
evtl. immer noch das seit 1989 verbotene Pentachlorphenol (PCP).
Symptome:
Allergien, Schäden an Leber, Nieren und Immunsystem, Kopfschmerzen,
Schlafstörungen; PCP greift die Leber an.
Giftige Lösemittel,
wie Benzol,
Toluol, Xylol, Dichlormethan, Dichlorethan, stecken in Klebstoffen,
Lacken,
Farben, Abbeizmitteln, Bodenbelägen, Putzmitteln, Fleckentfernern.
Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen,
Übelkeit,
Schleimhautreizungen.
Weichmacher, meist
Phthalate (DEHP,
DBP, BBP), werden Kunststoffen wie PVC zugesetzt und verbergen sich z.
B. in Wandfarben, Lacken, Kosmetika, Fußbodenbelägen,
Vinyltapeten
und Kunstleder. Sie strömen über lange Zeit aus und gelangen
über das Blut in Leber, Niere und Fettgewebe, wo sie sich
ablagern.
Sie greifen das Immunsystem an und stehen im Verdacht, Krebs zu
erzeugen.
Schimmelpilze siedeln sich
an, wenn
die Räume zu feucht und warm sind und wenn man nicht genügend
lüftet. Sie geben Sporen und Giftstoffe an die Luft ab, die zu
Atembeschwerden,
Schnupfen, Husten (unter Umständen sogar Lungenentzündung)
und
zu Kopf- und Gliederschmerzen führen.
Hausstaubmilben und Schimmelpilze
gehören
zu den bedeutendsten Allergieauslösern in Innenräumen.
Haushaltsschadstoffe
Abflussreiniger,
Inhaltsstoffe:
Natronlauge
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Verätzungen der Augen und der
Haut
Backofenspray,
Inhaltsstoffe: u.
a. Natronlauge, Tenside, Lösungsmittel
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Reizungen von Haut und Schleimhaut
an
Händen und Auge, in Speisen Lösungsmittelrückstände
Entkalker, Inhaltsstoffe:
u.a. Ameisensäure
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Erbrechen, Husten, Verätzungen,
Kreislaufzusammenbruch
bei oraler Aufnahme, Schäden von Knochenmark und Nieren
Fleckenentferner,
Inhaltsstoffe:
chlorierte Lösungsmittel
Mögliche
Gesundheitsschäden:
bei längerer Exposition
über
die Lunge Leberschäden möglich, evt. Krebsauslösend
Fußbodenreiniger,
Inhaltsstoffe:
Lösungsmittel, u. a. CKW
Mögliche
Gesundheitsschäden:
bei längerer Exposition
über
die Lunge Leber-, Nieren- und Nervenschäden
Insektenspray,
Inhaltsstoffe: Lindan,
Pyrethroide
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Bei Exposition: Übelkeit,
Unwohlsein,
Atembeschwerden, Kopfschmerzen
Insektenstecker,
Inhaltsstoffe:
Pyrethroide, Bioallethrin
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Bronchialasthma
Lederspray, Inhaltsstoffe:
Lösungsmittel
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Fieber, Schüttelfrost,
Kopfschmerzen,
Atembeschwerden, Schädigung der Lungenbläschen, Kollaps
Luftverbesserer,
Inhaltsstoffe:
Azetaldehyd, Paraldehyd
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Bei längerer Exposition
über
die Lunge Leberschäden möglich.
Maschinenspülmittel,
Inhaltsstoffe:
Phosphate
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Stark ätzend, Vergiftung
möglich
Teppichreiniger,
Inhaltsstoffe:
Lösungsmittel, Tenside
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Verdacht auf Zusammenhang mit
Kawasaki-Fieber
bei Kindern.
WC-Reiniger,
Inhaltsstoffe: Chlor
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Lungenschäden. Bei
gleichzeitigem
Gebrauch von Reinigern auf Säurebasis bildet sich in einer
chemischen
Reaktion Chlorgas. Das kann lebensgefährlich sein.
Waschmittel,
Inhaltsstoffe: Tenside,
Bleichmittel, Phosphase, Füllstoffe
Mögliche
Gesundheitsschäden:
Hautreizungen,
nach oben
Belastungen
am Arbeitsplatz
BAT-Wert
BAT-Wert
bedeutet
Biologischer Arbeitsstoff-Toleranz-Wert. Er wird von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft
für verschiedene Stoffe festgelegt.
Der BAT-Wert beschreibt die beim
Menschen
im Blut, Plasma, Harn oder Ausatemluft maximal zulässige
Konzentration
eines Arbeitsstoffes, die nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens
die Gesundheit der Beschäftigten auch dann nicht
beeinträchtigt,
wenn sie während 40 Wochenstunden regelmäßig erzielt
wird.
Bat-Werte sind für gesunde Arbeitnehmer konzipiert und
berücksichtigen
nicht diejenigen, die körperlich geschwächt sind. Die im
Rahmen
ärztlicher Vorsorgemaßnahmen ermittelten Analysen-Werte
unterliegen
der ärztlichen Schweigepflicht. Die Beurteilung der im
biologischen
Material eines Beschäftigten gemessenen Werte ist dem Arzt
vorbehalten,
der hierfür auch die Verantwortung trägt.
Mit den BAT-Werten werden bis zu
einem
gewissen Grade Vergiftungen zugelassen, wobei die Methode geeignet ist,
für bestimmte schmutzige Arbeitsplätze die Arbeitnehmer
auszuwählen,
die mit den Schadstoffen am schnellsten fertig werden. Dadurch ist der
Arbeitgeber nicht gezwungen, Arbeitsplatzsanierungen vorzunehmen.
MAK-Werte ( Maximale
Arbeitsplatz
Konzentration )
Die Senatskommission der
Deutschen Forschungsgemeinschaft
für gefährliche Arbeitsstoffe gibt jährlich eine Liste
von
ca. 500 Stoffen mit deren Grenzwerten in der Raumluft am Arbeitsplatz
heraus,
die MAK-Liste.
In der Regel wird der MAK-Wert
als Durchschnittswert
über Zeiträume bis zu einem Arbeitstag oder einer
Arbeitsschicht
integriert. Durch Umweltgifte sind viele Menschen zusätzlich
dauernden
Belastungen ausgesetzt. Bei der Festlegung der M. berücksichtigt
man
zu wenig, daß sich der Beschäftigte außerhalb der
8-Stunden-Arbeitszeit
nicht in schadstoffreier Umgebung erholen kann. Auch gilt der Grenzwert
praktisch nur für den gesunden Menschen im mittleren Alter.
Empfindliche Personen wie
Schwangere, junge
Menschen oder gesundheitlich Schwächere können auch bei
Einhaltung
des MAK-Wertes in ihrer Gesundheit stark geschädigt werden. Die
Grenzwerte
gelten darüber hinaus jeweils nur für einen Stoff. Nur in
Ausnahmefällen
jedoch geht der Arbeitnehmer mit einer einzigen Substanz um. Meist
werden
mehrere Substanzen zusammen oder Stoffgemische wie
Kühl-Schmierstoffe
und Benzine verwendet, oder es entstehen beim Umgang Gemische, wie beim
Schweißen oder anderen Verbrennungsvorgängen.
Zu der Beurteilung eines
Arbeitsplatzes
mit Stoffgemischen konnten bisher nur Richtwerte aus anderen
Ländern
herangezogen werden. Erst seit 1985 wird in einer technischen Regel
für
Gefahrstoffe (TRGS 403) jene pragmatische Regelung übernommen, wie
sie in den USA beispielsweise schon seit langem existiert: die
Summenregel.
Unter bestimmten Voraussetzungen
geht man
davon aus, dass sich die Wirkungen von mehreren Stoffen, die
gleichzeitig
am Arbeitsplatz vorkommen, addieren. Diese einfache Regelung wurde in
Deutschland
jahrelang abgelehnt, weil sie wissenschaftlich sehr ungenau sein kann.
Es steht zu befürchten, dass durch das Fehlen jeglicher Regelung
die
Arbeiter besonders hohen Konzentrationen von Gemischen ausgesetzt waren
und immer noch sind. Es darf also nicht nur eine Empfehlung bleiben,
die
o.g. technische Regel anzuwenden, sondern bis zum Vorliegen besserer
Grenzwerte
für Gemische ist die Beachtung der Summenregel verbindlich
vorzuschreiben.
Der MAK-Wert ist als
Durchschnittswert
definiert. Ob kurzfristig höhere Konzentrationen während
einer
Schicht für die MAK-Kommission als annehmbar erscheinen,
hängt
von der Dauer, Höhe und Häufigkeit der Überschreitung
und
vom Stoff selbst ab. Mittlerweile sind für die meisten Stoffe der
MAK-Liste solche kurzfristigen Spitzenwerte aufgestellt worden, die zu
keiner Zeit überschritten werden sollen, was aber prinzipiell
nicht
ausgeschlossen werden kann.
Das Auftreten allergischer
Reaktionen wird durch die Einhaltung des MAK-Wertes nicht
ausgeschlossen.
Stoffe, die durch häufige Sensibilisierung auffallen
(Sensibilisierung
ist eine notwendige, erste Stufe bei der Entwicklung einer Allergie),
werden
in der MAK-Liste durch ein S gekennzeichnet. Der Anwender mag dadurch
den
Eindruck bekommen, daß die allergisierende Wirkung im Grenzwert
berücksichtigt
sei.
Dies ist jedoch nicht der Fall.
Erstens
wird in der MAK-Liste nur eine geringe Anzahl von Stoffen mit S
gekennzeichnet,
und zweitens ist ein MAK-Wert bei allergisierenden Stoffen nicht zu
begründen,
weil auch bei kleinsten Mengen mit Gesundheitsschäden zu rechnen
ist.
Auch bei erbgutschädigenden, fruchtschädigenden und
nervensystemschädigenden
Stoffen liegen bisher keine eindeutigen Erkenntnisse über untere,
nichtschädigende Schwellenkonzentrationen vor, so dass hier dem
MAK-Wert
mit besonderer Skepsis begegnet werden muss.
Grenzwerte
Rechtliche zulässige
Höchstwerte
für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung
usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch
nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen
Beeinträchtigungen
schützen sollen.
Dabei stellen Grenzwerte
allerdings keine
Trennungslinie zwischen Unbedenklichkeit und Gesundheitsrisiko dar,
sondern
i.d.R. einen politischen Kompromiß zwischen zugemutetem
Gesundheitsrisiko
und wirtschaftlichen Kosten. Die eigentliche Grenzwert-Festsetzung
bewegt
sich im gerichts- und damit haftungsfreien Raum (Umwelthaftungsgesetz).
Grenzwerte gelten als wichtige
Instrumente
der Umweltpolitik, da mit ihrer Hilfe komplexe Sachverhalte
quantifizierbar
werden, d.h. auf Zahlenwerte reduziert werden. Grenzwerten kommt beim
Vollzug
des Umweltrechts eine Schlüsselfunktion zu. Grenzwerte besitzen
ein
hohes Maß an Verbindlichkeit, d.h. es können sich
Rechtsfolgen
aus diesen Werten ergeben. So ist z.B. die Einhaltung der Emissions-
und
Immissionsgrenzwerte der TA Luft Voraussetzung für die Genehmigung
einer Anlage. Andererseits ist das Recht der Arbeitnehmer, auf
Einhaltung
der MAK-Werte zu klagen, sehr beschränkt.
Computerarbeitsplatz
Computerarbeitsplätze (bzw.
allgemein
Mikroelektronik) sind in Sachen Umwelt Helfer und Sünder zugleich.
Umweltschäden treten auf bei
Entwicklung
und Herstellung (Elektronikindustrie), Anwendung/Betrieb und Entsorgung
(Elektronikschrott).
Bei der eigentlichen
Computer-Anwendung
im Büro oder zu Hause können für den Benutzer
Schäden
auftreten durch falsche Arbeitsplatzergonomie, einseitige Bewegungen
(RSI-Syndrom),
Schadstoffausdünstungen aus Computer und Bildschirmen
(Gehäuse:
Weichmacher, Flammschutzmittel, Monomere, Laserdrucker: Ozon) und
Strahlung,
die von den Monitoren ausgeht (Bildschirm).
Arbeit am Computer führt
häufig
zu körperlichen (und psychischen) Beschwerden. Etwa zwei Drittel
der
am Computer Tätigen klagen über auftretende Steifigkeit
und/oder
Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat und
regelmäßige
Kopfschmerzen. Folgende Körperteile werden am häufigsten
genannt
(in % für Frauen/Männer):
Nacken (64%/40%), Schultern
(51%/26%),
Rücken (40%/31%) und Kopf/Stirn (40%/20%); besonders betroffen
sind
auch Hände, Ellbogen und allgemein Gelenke (RSI-Syndrom). Des
weiteren
werden die Augen in Mitleidenschaft gezogen (Augenbrennen,
verschwommene
Sicht, Verschlechterung der Sehfähigkeit; Bildschirm) und das
Allgemeinbefinden
(Erschöpfung, Gereiztheit).
Ein großer Teil der
Schäden
könnte vermieden werden, wenn die Arbeitgeber ihrer Verpflichtung
nachkämen, die Belegschaft vor Gefahren für Leib und
Gesundheit
zu schützen (Gewerbeordnung 120a) und die
Computer-Arbeitsplätze
ergonomischer gestalten würden. Viele Computer-Arbeitsplätze
entsprechen auch heute nicht einmal den Mindestanforderungen.
Zu diesen zählen: Optische
Qualität
des Bildschirms, ergonomische Qualität der Möbel,
Beleuchtungsqualität
(blend- und spiegelungsfrei angebrachte Lampen, ausreichende Helligkeit
und Lichtgüte (Licht)), Abschirmung von Strahlungsquellen
(Bildschirm),
Lärmminderung, Innenraumluft (geringe
Schadstoffausdünstungen:
z.B. PCB, Ozon aus Laserdrucker)).
Arbeitsplatzlärm
Lärm gehört zu den
wesentlichen
Faktoren, die die Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz
ausmachen.
Die Lärmschwerhörigkeit
ist eine
anerkannte Berufskrankheit und liegt seit Jahren mit an der Spitze der
Berufskrankheiten. Nach Schätzungen waren 1984 7-9 Mio.
Arbeitnehmer
während der Arbeit gesundheitsschädlichen, insbesondere
gehörgefährdenem
Lärm von über 80 dB ausgesetzt.
Aufgrund des Ausmaßes der
Gesundheitsgefährdungen
durch Lärm wurden verschiedene Richtlinien und Vorschriften zum
Schutze
des Arbeitnehmers geschaffen. Die UVV (Unfallverhütungsvorschrift)
Lärm von 1990 verpflichtet den Unternehmer, eine
Lärmgefährdung
durch technische Maßnahmen zu verhindern, zu vermeiden und zu
verringern.
Dafür müssen Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren und
Arbeitsräume
entsprechend dem Stand der Technik hinsichtlich der Lärmminderung
gestaltet sein. Das bedeutet, dass, selbst wenn bestimmte
Beurteilungspegel
nicht überschritten würden, der Unternehmer dennoch
verpflichtet
ist, beispielsweise eine lärmärmere Maschine zu kaufen. Mit
fortschreitender
technischer Entwicklung ist ein niedrigeres Lärmniveau
verpflichtend.
Andererseits sollte es ohnehin im Interesse eines Unternehmers sein,
für
einen leiseren Arbeitsplatz zu sorgen, da sich herausgestellt hat, dass
sich dies positiv auf die Arbeitsqualität, Unfallhäufigkeit
etc.
auswirkt.
Recht auf
saubere Luft
Seit der
Arbeitsstättenverordnung vom Oktober 2002 haben Nichtraucher ein
Recht darauf, an ihrem Arbeitsplatz vor Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch
geschützt zu werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Beschwerden
ernst zu nehmen.
Bei
kurzfristiger Einwirkung kann Passivrauch die Augen-, Nasen- und
Rachenschleimhäute reizen und zu Schwindel und Kopfschmerzen
führen.
Die
Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher
Arbeitsstoffe hat 1998 den Passivrauch in die Schadstoffkategorie 1
aufgenommen und somit als "erwiesenermaßen krebserzeugend
für den Menschen" eingestuft.
Die
Wirkung einiger anderer Umweltschadstoffe wird durch Tabakrauch noch
verstärkt. Bei bestimmten Schadstoffen wie Asbest oder Radon
geschieht dies "überadditiv" – d.h. die Wirkung des Gemischs ist
stärker als die Summe der Einzelwirkungen.
nach oben
Schadstoffe
in unserer Nahrung
Was wir so alles schlucken
Lebensmittelzusatzstoffe
Sammelbezeichnung für weit mehr
als
480 Substanzen, die Lebensmitteln aus technologischen (z.B.
Konservierungsstoffe)
oder aus kosmetischen Gründen (Farbstoffe) zugesetzt werden.
Die meisten
Lebensmittelzusatzstoffe werden
einer europaweit einheitlichen Kennzeichnung, den sogenannten
E-Nummern,
zugeordnet.
Damit ein Lebensmittelzusatzstoff
zugelassen
wird, muss er folgende Kriterien erfüllen:
a) Es muss der Nachweis der
gesundheitlichen
Unbedenklichkeit erbracht werden.
b) Es muss nachgewiesen werden, dass
der
Lebensmittelzusatzstoff technologisch notwendig ist.
Bei dieser Betrachtung ist der
Nutzen eines
Lebensmittelzusatzstoffes gegenüber dem potenziellen Risiko
abzuwägen.
Wegen einigen Unsicherheiten in Bezug auf die Übertragung von
Ergebnissen
von Tierversuchen auf den Menschen und der ausbleibenden Beurteilung
von
Kombinationswirkungen verschiedener Substanzen mit
Lebensmittelzusatzstoffe
können keine endgültigen Aussagen über die
gesundheitliche
Unbedenklichkeit von Lebensmittezusatzstoffe getroffen werden.
So ist es bereits mehrfach
vorgekommen,
dass Lebensmittelzusatzstoffe (wie z.B. der Konservierungsstoff
Propionsäure)
die als gesundheitlich unbedenklich galten im Zuge eines vorsorgenden
Gesundheitsschutzes
wieder vom Markt genommen und verboten wurden.
Einige Lebensmittelzusatzstoffe
sind gesundheitlich
nicht unbedenklich und auch nicht immer notwendig. Problematisch sind
beispielsweise
einige Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Benzoate
(E210-E213),
welche zu Allergien führen
können.
Schwefeldioxid, das in Wein, Trockenfrüchten und Kartoffelpulver
eingesetzt
wird, kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen u.a. führen. Bedenklich
sind bei den Farbstoffen die synthetischen Azofarbstoffe wie Tartarzin
(E 102). Geringe Mengen, die in einigen Lebensmitteln enthalten sind,
reichen
aus, um bei empfindlichen Personen Nesselsucht (Allergie) oder Asthma
auszulösen.
Durch die EU-weite Harmonisierung
der Zusatzstoff-Regelungen
hat sich die Liste der zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe stark
erweitert,
v.a. Lebensmittelzusatzstoffe, die von Verbraucherschützern und
Umweltmedizinern
als gesundheitlich problematisch angesehen werden.
Während bei verpackten
Lebensmitteln
mit wenigen Ausnahmen alle Lebensmittelzusatzstoffe zu kennzeichnen
sind,
entfällt dies weitgehend beim Verkauf von losen, unverpackten
Lebensmitteln.
Aufgrund der Kritik an den
Zusatzstoffen
werden diese zunehmend durch sogenannte funktionale Additive ersetzt.
Das
sind Spezialprodukte, die beispielsweise aus Milch-, Soja- oder
Weizeneiweiß
hergestellt werden. Auch wenn ihre Wirkung denen eines Zusatzstoffs
entspricht,
sind sie für den Kunden nicht mehr als solche erkennbar. Machen
sie
weniger als ein Viertel in der jeweiligen Zutat aus, kann eine
Deklaration
unterbleiben. Ansonsten erscheinen sie auf den Etiketten als
gewöhnliches
"Milcheiweiß" oder "Sojaprodukt".
Die wichtigsten
Lebensmittelzusatzstoff-
Gruppen sind Antioxidantien (E 300 – E 312), Emulgatoren und
Stabilisatoren,
Farbstoffe (E 100 – E 175), Konservierungsstoffe (E 200 – E 283)
sowie Süßungsmittel und Aromastoffe
Aromastoffe
(Geschmacksverstärker)
Bei industriell verarbeiteten
Nahrungsmitteln
treten meist starke Geschmacks- und Geruchsverluste auf. Diese Verluste
werden häufig durch den Einsatz von Aromastoffen
ausgeglichen.
In der Vergangenheit geschah dies
durch
den Einsatz von alkoholischen Auszügen oder Destillaten
(Essenzen).
Man unterscheidet Aromastoffe
in 3 Kategorien:
- Natürliche
Aromastoffe
werden
aus natürlichen Ausgangsstoffen (z.B: Vanilleextrakt oder
Orangenessenz)
gewonnen.
- Naturidentische
Aromastoffe
sind den
natürlichen Ausgangsstoffen chemisch gleich, werden aber
künstlich
hergestellt wie z.B. Menthol, Eukalyptol oder Zitral.
- Künstliche Aromastoffe
werden künstlich
hergestellt wie z.B. Ethylvanillin.
"Natürlich" bedeutet
nicht,
daß ein natürliches Aroma, das nach Himbeeren schmeckt
tatsächlich
aus Himbeeren gewonnen wurde. In aller Regel handelt es sich um einen
Zederholzölextrakt.
"Natürliches" Aroma, das typisch nach "Apfel" schmeckt wird
beispielsweise aus Tagetesöl, Weinfuselöl,
Hefeöl-Destillat,
abgerundet mit etwas biotechnologisch hergestelltem Äthylacetat
gemixt.
Andere "natürliche" Aromen mit Geschmacksrichtungen wie
Pfirsich,
Kokos, Nuß oder Bratkartoffel werden biotechnologisch aus
Schimmelpilzkulturen
gewonnen. "Natürliche" Aromen mit Fisch oder Käsenote
aus enzymatisch abgebauten Fischabfällen und Käseresten.
Zur Zeit gibt es etwa 600
natürliche
und ca. 4.200 naturidentische Aromastoffe.
Konservierungsstoffe
Echten Kaviar z. B. sollten Sie
nur in
Maßen genießen. Denn hochgiftige Borsäure (E 284)
konserviert diese Delikatesse. Bei Vergiftungserscheinungen durch
Borsäure
und ihre Salze, Borate (E 285), ist kein Gegenmittel bekannt.
Die
Substanzen reizen Augen, Haut und Atemwege. Bei wiederholtem
Hautkontakt
können sie sogar Dermatitis hervorrufen. Borsäure reichert
sich
im Körper an und kann zu Organschäden an Leber, Nieren oder
dem
Magendarmtrakt führen. Im Tierversuch wurde auch eine
Beeinträchtigung
der Fortpflanzungsfähigkeit beobachtet.
Benzoesäure (E 210) und
ihre Salze
(E 211 bis 213) haben bedenkliche Nebenwirkungen. Sie belasten den
Leberstoffwechsel. Bei Menschen, die an Asthma, Heuschnupfen oder
Hautallergien
leiden, kann Benzoesäure allergische Reaktionen auslösen.
Vorsicht
auch bei Haustieren: Für Katzen können bereits geringste
Mengen
tödlich sein. Deshalb sollten Sie die Reste Ihres Fischsalates
nicht
an Ihre Haustiere verfüttern. In Hunde- und Katzenfutter ist
Benzoesäure
verboten. Weitere Verbindungen der Benzoesäure sind die so
genannten PHB-Ester
(E 214 bis 219), die auch gefäßerweiternd wirken.
Schwefeldioxid (E220) und seine
Verbindungen
(E 221 bis E 228) finden Sie vor allem in Weißwein,
Trockenfrüchten
und Kartoffelerzeugnissen. Schwefeldioxide behindern die Aufnahme von
Vitamin
B1 aus der Nahrung und lösen bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen
und Übelkeit aus. Auch Gesunde sollten nicht mehr als zirka 50
Milligramm
Schwefeldioxide pro Tag zu sich nehmen. In süßen
Weißweinen
sind oft bis zu 400 Milligramm pro Liter enthalten, mit einem guten
Achtel
Wein kommen Sie also unter Umständen schon an die
Höchstmenge.
Besser: trockener Rotwein!
Asthmatiker sollten besonders
vorsichtig
sein: Schwefeldioxide können das so genannte "Sulfit-Asthma"
auslösen.
Todesfälle durch allergische Reaktionen sind bekannt.
Biphenyl (E 230),
Orthophenylphenol
(E 231) und Natrium-
Orthophenylphenolat (E 232)
sind
eigentlich Pestizide, sie werden aber auch verwendet, um
Zitrusfrüchte
am Schimmeln und Faulen zu hindern. Nur ein Teil der Stoffe wird von
der
Fruchtschale aufgenommen, beim Anfassen behandelter Früchte kommt
der Stoff an die Haut. Waschen Sie sich deshalb nach dem Apfelsinen
schälen
gründlich die Hände! Geringe Mengen können durch die
Fruchtschale
auch ins Fruchtfleisch gelangen.
Zu den Konservierungsstoffen
für
Zitrusfrüchte und Bananen gehört auch Thiabendazol (E 233),
wobei Bananen nicht gekennzeichnet werden müssen! Thiabendazol
wird
auch als Pestizid (z. B. bei Kartoffeln und Kernobst) und als
Arzneimittel
(z. B. gegen Würmer im Darm) eingesetzt. Über die Wirkungen
von
Thiabendazol sind wenig Untersuchungen veröffentlicht, eine
abschließende
Bewertung der Giftigkeit des Stoffes ist nach dem derzeitigen
Kenntnisstand
deshalb zur Zeit nicht möglich.
Biphenyl (E 230),
Orthophenylphenol
(E 231), Natrium-Orthophenylphenolat (E 232) und Thiabendazol (E 233)
erwiesen sich im Tierversuch als Krebs erregend. Beim Menschen
können
hohe Dosen Wachstumsstörungen, verminderte Fruchtbarkeit und
Nierenschädigungen
verursachen.
Unter
der Aufsicht der „grünen Verbraucherministerin Künast“ wurden
bei einigen Pestiziden die Grenzwerte nach oben verändert. Zum
Schutz der Verbraucher?
Information: Pestizide in
Lebensmittel. Report München vom 29.11.2004
http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2004/00198/
Nitrite (E 249 und E 250) und
Nitrate
(E 251 und E 252) verwendet man zusammen mit Salz zum Pökeln
von
Fleisch, Nitrate können auch in Käse enthalten sein. Nitrite
und Nitrate sind, wenn sie erhitzt wurden, Krebs erregend. Achten Sie
deshalb
bei Ihrem Pizzabelag oder der Grillwurst darauf, dass kein
"Nitritpökelsalz"
enthalten ist. Doch auch unerhitzt sind Nitrate und Nitrite mit
Vorsicht
zu genießen: Bei der Verdauung entstehen aus ihnen Krebs
erregende
Nitrosamine. Akut schädlich sind Nitrate für Kinder. Sie
vermindern
die Sauerstoffaufnahme im Blut, so dass Blausucht entstehen kann.
Brot und Backwaren enthalten
häufig
Fettsäuren mit schimmelhemmender Wirkung, die möglicherweise
Krebs erregend sind: Bei Propionsäure (E 280),
Natriumpropionat
(E 281), Calciumpropionat (E 282) und Kaliumpropionat (E 283)
traten
im Tierversuch krebsähnliche Veränderungen des Vormagens auf.
In Babynahrung dürfen Propylgallat
(E 310), Octylgallat (E 311), Dodecylgallat (E 312), Butylhydroxyanisol
(E 320) und Butylhydroxytoluol (E 321) nicht enthalten sein, sie
finden
sich aber in typischen Kinderartikeln, wie Knabberzeug, Marzipan,
Nougat
oder Fertigsuppen. Diese Stoffe verhindern den Verderb von
Lebensmitteln,
indem sie die Oxidation hemmen. Insbesondere Propylgallat kann bei
Säuglingen
zur lebensbedrohlichen Blausucht führen. Im Tierversuch
beeinträchtigten
Gallate auch die Infektabwehr.
Lebensmittelimitate
sind Nahrungsmittel, die durch eine
untypische
Zusammensetzung geeignet sind, ein herkömmliches Produkt zu
imitieren.
Wegen ihrer äußerlichen
und
geschmacklichen Ähnlichkeit zu den Originalen sind
Lebensmittelimitate
für den Verbraucher oft schwer zu erkennen. Eine
ordnungsgemäße
Kennzeichnung aller Lebensmittelinhaltsstoffe ist deshalb von
besonderer
Bedeutung
Lebensmittelverunreinigungen
Vergiftungserscheinungen
infolge Aufnahme
verunreinigter, giftiger, zersetzter oder bakteriell infizierter
Nahrungsmittel.
Am häufigsten kommen
bakterielle Verunreinigungen
vor. Die Bakterien (Salmonellen (Salmonellosen), Staphylokokken)
infizieren
z.B. Fleisch, Milch und Milchprodukte, Salate, Eier, Speiseeis,
Meeresfrüchte.
Die Krankheitssymptome werden teils durch die Bakterien selber, teils
durch
deren freigesetzte Gifte hervorgerufen.
Chemische Gifte können z.B.
Metalle
aus Kochgeräten oder Umweltgifte sein.
Natürliche Gifte sind z.B.
enthalten
in Pilzen und in mutterkornhaltigem Getreide. In
Hülsenfrüchten
muss das natürlich enthaltene Gift erst durch ausreichend langes
Kochen
zerstört werden. Kartoffeln enthalten ein natürliches Gift
nur,
falls sie grün aussehen. Dieses Gift lässt sich auch durch
Kochen
nicht zerstören. Die grünen Teile müssen entfernt werden.
Designer Food
Diätetische
Nahrungsmittelzusätze
zur Steigerung der körperlichen und geistigen Aktivität,
Verlängerung
des Lebens und Verzögerung des Alterungsprozesses.
Fast Food
Kurzbezeichnung für alle
gastronomischen
Produkte, bei denen zwischen Bestellung und Erhalt der
verzehrfähigen
Mahlzeit nicht mehr als 10 Minuten vergehen.
Typische Fast Food- Menüs wie
Hamburger,
Pommes frites, Tiefkühl-Pizza und andere Fertiggerichte sind
kalorienreich,
gleichzeitig jedoch arm an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen
essentiellen
Nährstoffen. Diese Mangelernährung kann Erkrankungen
fördern
und durch die Unterversorgung mit essentiellen Nährstoffen
somatische
und psychische Störungen auslösen.
Gentechnisch
veränderte Nahrungsmittel
Die Landwirte haben keine
Verpflichtung
den Acker mit gentechnisch manipuliertem Saatgut zu kennzeichnen. Die
Ernte
darf sogar mit herkömmlichem Mais vermischt und für Nahrungs-
und Futtermittel verwendet werden.
Die freigegebenen Gen-Pflanzen
können
Spritzmitteln widerstehen oder tragen ein Gift gegen Insekten in sich.
Besonders umstritten ist eine Mais-Sorte mit einem Gen für die
Resistenz
gegen Antibiotika. Wenn Tiere mit dieser Sorte gefüttert werden,
könnten
Antibiotika bei ihnen unwirksam werden. Ein anderer Gen-Mais ist gegen
das Pestizid "Basta" resistent. Entgegen der eigentlichen Absicht
benötigt
er mehr Spritzmittel als herkömmliche Sorten.
Bereits in den letzten Jahren
erteilte
das Sortenamt ähnliche Genehmigungen. Greenpeace konnte einige der
Felder mit genmanipulierten Saaten entdecken, eine flächendeckende
Übersicht fehlt jedoch. Die EU sieht zwar die Möglichkeit
eines
öffentlich zugänglichen Registers aller Gen-Felder vor.
Deutschland
hat ein solches Gesetz bislang jedoch nicht umgesetzt. Nun erwartet
Greenpeace
vom Verbraucherschutzministerium mindestens Maßnahmen, um die
Landwirte
zu warnen, die auf angrenzenden Feldern wirtschaften.
"Die Konzerne wissen, dass die
Verbraucher
Gentechnik im Essen ablehnen", kommentiert Christoph Then,
Gentechnik-Experte
bei Greenpeace, den Vorfall. "Jetzt soll sie uns auf diese Weise
untergeschoben
werden. Gentechnik gehört nicht auf den Acker, nicht in den
Futtertrog
und nicht auf den Teller. Für die Sicherheit der Saaten kann
niemand
garantieren.
Seit Wochen führt
Verbraucherministerin
Künast Gespräche mit der Industrie, Verbrauchern und
Umweltschützern
über die Zukunft der Gentechnik auf dem Acker. Gleichzeitig will
die
Industrie einfach Fakten schaffen und die Öffentlichkeit
hintergehen,
indem sie heimlich Gen-Mais anbaut."
Heimlich, still und leise wachsen
in Italien
gentechnisch veränderte Kirschen, Kiwis, Oliven, Auberginen, Reis,
Mais und Soja. Die genmanipulierte Aussaat ist in Italien bisher kein
öffentliches
Thema. Italien hat sich bisher beinahe unbemerkt von der
Öffentlichkeit
hinter Frankreich Platz zwei in der EU bei Freilandexperimenten mit
gentechnisch
veränderten Obst und Gemüse erobert.
Gene sollen auch als „natürliche
Abwehrsubstanzen“ von Bakterien, Insekten oder anderen Organismen
in
Kulturpflanzen eingebaut werden, um ihre Resistenz gegen
Schädlinge
zu stärken. So wurde Tomaten z.B. das Gen des Bacillus
thuringensis,
für ein Endotoxin eingepflanzt, welches bei Schmetterlingsraupen
die
Darmschleimhaut zersetzt. Um die Resistenz gegen krankheitserregende
Viren
zu stärken, wurden Tomaten und Kartoffeln mit dem Gen für das
Hüllprotein des Tabak-Mosaik-Virus ausgestattet, wodurch die
Vermehrung
des Virus gestört wird. In Deutschland wurden derartig
veränderte
Pflanzen bislang nicht zugelassen, in anderen EG-Ländern und den
USA
wurden sie jedoch schon zu Versuchszwecken freigesetzt. Die
Gefahren
ihrer Anwendung sind bislang allerdings noch weitgehend ungeklärt.
Meldung
Der wissenschaftliche Beirat der
Bundesregierung
hält es für möglich, dass BSE-Erreger auch über
Böden und Weiden übertragen werden können.
Es gebe einen "wissenschaftlich
begründbaren
Verdacht, dass infektiöse Biomoleküle längere Zeit im
Boden
überleben" können. Das Risiko einer BSE-Übertragung aus
Böden könne folglich nicht völlig ausgeschlossen
werden.
Die BSE-Forschung habe sich bisher
nur
auf Tiere, Fleisch und Tiermehl konzentriert. "Wir haben den Boden
völlig
vergessen", sagt Professor Dietrich Henschler.
Meldung
"Gesunde Nahrungsmittel brauchen
saubere
Böden", sagte er zum Auftakt einer gemeinsamen Anhörung
von
Bundesumweltministerium und Bundesverbraucherministerium (BMVEL)
über Düngemittel
und deren Verwendung, die im Oktober 2001 in Bonn stattfand. Der
Staatssekretär
im Bundesverbraucher- ministerium, Alexander Müller, wies auf die
Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung der Düngemittel,
vor allem von Klärschlamm, im Sinne des vorbeugenden
Verbraucherschutzes
hin. Mit Blick auf die Massentierhaltung und das Verbrennen von
Wirtschaftsdünger
als Abfall sagte er: "Unsere Nutztiere müssen so gehalten und
ernährt
werden, dass der anfallende Wirtschaftsdünger im Rahmen der
natürlichen
Kreislaufwirtschaft ausgebracht werden kann. Diese Jahrhunderte alte
Praxis
muss wieder ein zentrales Leitbild unserer Tierproduktion werden", so
Müller.
Die Anhörung geht
zurück auf
einen Beschluss der gemeinsamen Konferenz der Agrar- und Umweltminister
von Bund und Ländern vom 13. Juni 2001. Der Beschluss
unterstreicht
die Notwendigkeit einer nachhaltigen Produktion sicherer und
hochwertiger
Lebensmittel im Sinne einer zukunftsfähigen Agrar- und
Verbraucherpolitik.
Es dürfe, so der Beschluss, durch Bewirtschaftungsmaßnahmen,
wie Aufbringung von Klärschlamm, Gülle, mineralischem
Dünger
oder Bioabfällen zu keiner Anreicherung von Schadstoffen
im
Boden kommen. Ziel der Anhörung, an der zahlreiche Experten
aus
dem In- und Ausland teilnehmen, ist es, Wege zur Begrenzung der
Einträge
von Schwermetallen und organischen Schadstoffen auf
landwirtschaftlich
genutzte Flächen zu finden. Daneben sollen auch die Risiken durch
Belastungen des Bodens mit hormonell wirkenden Stoffen bewertet
werden. Das Umweltbundesamt hat während der Anhörung eine
Publikation
zu Grundsätzen und Maßstäben für eine
Schadstoffminderung
vorgestellt. Dabei wurde die Verwendung von Klärschlamm,
Gülle,
mineralischem Dünger und Kompost unter dem Aspekt des vorsorgenden
Bodenschutzes betrachtet.
BMU und BMVEL beabsichtigen,
nach
der Anhörung gemeinsam mit den Ländern zu entscheiden,
ob und in welchem Umfang Einschränkungen oder ein Verbot
des Aufbringens von Klärschlämmen auf Ackerflächen
- wie von einigen Bundesländern gefordert - aus Sicht des Umwelt-
und Verbraucherschutzes geboten erscheinen. Auch für andere Arten
von Wirtschaftsdünger, darunter Gülle, soll die
Notwendigkeit
von Beschränkungen erörtert werden. Die Bundesregierung
beabsichtigt,
nach der Anhörung Änderungen an der
Klärschlammverordnung
und im Düngemittelrecht vorzunehmen. Für nicht
verwertbare
Klärschlämme müssten alternative Entsorgungswege
beschritten
werden.
nach oben
Schadstoffe
auf unserer Haut
Wer weiß heute schon noch,
was eine
Naturfaser ist, und was reine Chemie. Immer neue Textilien werden
hergestellt
und mit immer mehr Chemikalien versetzt, um die gewünschten
Trageeigenschaften
zu erreichen. Natur ist schon lange nicht mehr pur und was vom Anbau
bis
zur Produktion von Kleidungsstoffen so alles dazukommt, außer dem
natürlichen Rohstoff, ist nicht einmal dem Hersteller Ihrer
Bekleidung
bekannt. Was z.B. noch beim Anbau oder Lagerung Bakterien und
Schimmelpilze
tötet, wird über die Haut aufgenommen und kann sich negativ
auf
die Gesundheit auswirken.
Es gibt knitterfreie Seide, Stoffe,
die
wie getragen aussehen, obwohl sie neu sind und vieles mehr.
Farbe: Hersteller
verwenden Dispersionsfarbstoffe
(Dispersion = Verteilung), um Chemiefasern, manchmal auch Baumwolle,
gleichmäßig
zu tönen. Die Farben lösen sich aus glatten synthetischen
Fasern
schneller als aus natürlichen.
Optische Aufheller
verleihen dem
Stoff strahlendes Weiß. Die Gewässerbelastung ist
groß.
Außerdem kommt es immer wieder zu Hautallergien.
Weichmacher sorgen
für geschmeidigen
Griff. Sie können aber Ekzeme auslösen.
Anti-mikrobielle
Ausrüstung
hemmt Fußpilz, Schimmel und Körpergeruch, enthält
dafür
auch allergene Stoffe, u. a. organisch Zinnverbindungen:
TBT (Tributylzinn): Das
kürzlich
in Sportler-Trikots entdeckte TBT steht im Verdacht, bei der
Berührung
mit der Haut schon in sehr geringen Mengen das Immun-
und Hormonsystem zu beeinträchtigen. TBT wird als
Desinfektionsmittel
und Fungizid in Textilien eingesetzt.
DBT (Dibutylzinn): Die
äußerst
giftige Substanz, die in der Landwirtschaft auch als Pestizid
eingesetzt
wird, entdeckte man Anfang 2000 bei Untersuchungen im Auftrag der
Zeitschrift
"Öko-Test" in T-Shirts. DBT wird neben seiner desinfizierenden
Wirkung
auch als Hitzestabilisator in Textilien eingesetzt. DBT kann das Immun-
und Hormonsystem schädigen.
Hochveredelung und
Pflegeleicht-Ausrüstung:
Die organischen Verbindungen Formaldehyd und Glyoxal machen Textilien
pflegeleicht.
Meist behandelt man damit Chemiefasern auf Zellulose-Basis. Formaldehyd
und Glyoxal sind in Kunstharzen enthalten, in die der Stoff
getränkt
wird, um Knittern und Einlaufen zu verhindern. Das Formaldehyd aus Harz
kann zum Beispiel der Körperschweiß freisetzen.
Konservierung der Textilien:
Die
Verwendung des Fungizids Pentachlorphenol (PCP) ist bei uns verboten.
In
machen Ländern wird PCP jedoch weiterhin verwendet. Daher wurden
bei
Import-Textilien immer wieder hohe PCP-Werte festgestellt. Weiteres
Problem:
Häufig wird PCP durch ebenfalls giftige Chemikalien ersetzt.
Ebenfalls problematisch sind
die in
vielen Lederwaren nachgewiesenen Chromsalze. Das wichtigste Mittel
für
80% des Bekleidungsleders. Ledertests haben in Deutschland
überschüssige
Chromsalze nachgewiesen, die in direkten Kontakt mit der Haut geraten
können.
Man setzt zum Gerbungsprozess
Chrom-III-Salze
ein, die Allergien verursachen können. Chrom-VI ist höchst
allergen
und gilt als krebserregend.
Über 2.000 verschiedene
Azo-Verbindungen
(Farbstoffe) sind bekannt und werden zur Lederherstellung eingesetzt.
Einige
dieser gesundheitsgefährdenden Stoffe kann der
Körperschweiß
aus Leder und Textilien lösen, bestimmte Bakterien der Haut bauen
sie zu krebserzeugenden Aminen ab. Die Amine wiederum können durch
die Haut in den Körper gelangen.
Weitere Materialien:
Reißverschlüsse
und Knöpfe bestehen meist aus Nickel. Nickel verursacht Allergien.
Aluminium (Aluminium
Chlorohydrate)
Brustkrebsauslöser Nr 1-
Aluminium.
(In 99 % der Deos ENTHALTEN)
Ein metallisches Element, das
vielfach
bei der Herstellung von Flugzeugbauteilen und Prothesen sowie als
Bestandteil
von schweißhemmenden Mitteln, säurewidrigen Mitteln und
Antiseptika
verwendet wird. Aluminium wird mit der Alzheimer-Krankheit und mit
Brustkrebs
in Verbindung gebracht.
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Behandlung
und Prävention
in der Praxis für
Ganzheitsmedizin und gesundheitliche Vorbeugung
Naturheilverfahren
- Umweltmedizin - Psychotherapie
Klaus J.
Benner
Heilpraktiker
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