| Anwendungsform
Leibwickel
Beachten Sie bitte zuerst die Ausführungen
unter:
„So geht man vor bei der Anwendung von
Wickel und Umschläge“
Der Leibwickel ist eine Kaltanwendung am
warmen Körper. Man empfindet den Leibwickel nach wenigen Sekunden
schmerzlindernd, wohltuend und entspannend. Allmählich stellt sich
ein spürbares Wärmegefühl im ganzen Körper ein, auch
in den Gliedmaßen. Die Füße werden warm.
Der Leibwickel ist eine wirksame Anwendung
auf die Leiborgane über die Haut des Körperstamms. Er ist in
jedem Fall eine Bettanwendung für die Dauer von eineinhalb Stunden
oder länger. Nach Abnahme der Wickeltücher soll der Patient noch
eine halbe Stunde im Bett entspannt ruhen.
Ungefähres
Maß:
Leintuch 90 x 170 cm, einmal in der Längsachse
gefaltet 45 x 170 cm.
Moltontuch 50 x 180 cm.
Der Leibwickel wird am Leib, am Rumpf
angelegt. Infolge der Größe der Wickeltücher reicht er
mit 45 cm, wenn das Leintuch einmal in der Längsachse gefaltet ist,
von der Achselhöhle bis zum Beckenkamm, also etwa 5 cm unterhalb des
Nabels. Damit wirkt er auf Brust, Oberbauch, Unterbauch und auf den Lendenbereich.
Als Hüftwickel bedeckt er die Partie von etwa 5 cm oberhalb des Nabels
bis zur Mitte der Oberschenkel.
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Leibwickel als Brust- oder Hüftwickel. |
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Anwendung
Bei Erkrankungen der Brustorgane: Lungenentzündung,
Bronchitis, spastische Bronchitis. Bei Erkrankungen der Oberbauchorgane:
Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm. Bei Erkrankungen
der Unterbauchorgane: Dünndarm, Dickdarm, Blinddarm, Unterleib. Bei
Erkrankungen im Lendenbereich: Nieren, Nierenbecken, Harnleiter. Als Hüftwickel
bei Schmerzen und Behinderungen der Hüftgelenke und Beckengelenke.
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